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Trump unterstützt Armeniens Premier Pashinyan vor richtungsweisender Wahl

US‑Präsident Donald Trump sprach auf Truth Social erstmals eine offene Wahlempfehlung für einen Kandidaten in Russlands Einflusszone aus und verknüpfte sie mit neuen US‑Armenien‑Abkommen zu seltenen Erden und Handelsprojekten.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Trump unterstützt Armeniens Premier Pashinyan vor richtungsweisender Wahl
Trump bezeichnet Pashinyan als engen Verbündeten und stellt wirtschaftliche Projekte zwischen Washington und Jerewan in den Vordergrund.

Nach Angaben veröffentlichter Mitteilungen äußerte US‑Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social seine vollständige und totale Unterstützung für die Wiederwahl des armenischen Ministerpräsidenten Nikol Pashinyan. Die Erklärung markiert demnach erstmals eine direkte Empfehlung eines US‑Präsidenten für einen Kandidaten in einem Land, das traditionell unter russischem Einfluss steht. Trump lobte Pashinyan als großen Freund und Führer und unterstrich dessen Rolle bei der Stärkung von Sicherheit und Wohlstand in Armenien.

Im Mittelpunkt der Äußerungen stand die Verknüpfung der politischen Unterstützung mit den kürzlich in Jerewan geschlossenen Vereinbarungen zwischen den USA und Armenien. Trump verwies dabei auf ein Abkommen über kritische Seltene Erden und auf ein größeres Infrastruktur‑ und Handelsprojekt, das er als Trump Route for International Peace and Prosperity (TRIPP) bezeichnete. Nach den vorliegenden Angaben sollen diese Initiativen US‑Energie‑ und Technologieunternehmen bessere Zugänge von Zentralasien bis in die USA ermöglichen.

Zugleich reagierte Pashinyan zurückhaltend auf die Unterstützung und setzte auf der Plattform X Bildsymbole beider Flaggen nebeneinander. Die Kombination aus offener US‑Rückendeckung und wirtschaftlichen Paketen stärkt Pashinyans pro‑westliche Position in einem Wahlkampf, der am 7. Juni als knapp und richtungsentscheidend gilt. Beobachter sehen in dem Vorgehen eine zusätzliche Mobilisierung der pro‑westlichen Kräfte gegenüber einer starken, teils von Russland unterstützten Opposition.

Daneben hoben US‑Vertreter, darunter Außenminister Marco Rubio bei Auftritten in Jerewan, die Bedeutung des kritischen‑Mineralien‑Abkommens für moderne Technologieindustrien hervor. Die Vereinbarung zu seltenen Erden wurde explizit als wichtig für Hightech‑Sektoren bezeichnet und gilt in der Berichterstattung als Teil eines größeren wirtschaftlichen Engagements Washingtons in der Region.

Gleichzeitig weist die Entwicklung auf die geopolitische Dimension des Vorgehens hin: Die Ankündigungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender russischer Drohungen und von Andeutungen wirtschaftlicher Gegenmaßnahmen gegenüber Armenien. Westliche Initiativen in Jerewan werden demnach als Verstärkung der Präsenz in einer Region interpretiert, die wirtschaftlich und strategisch zwischen Russland und China umkämpft ist.