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Tufts-Studentin nach juristischem Vergleich mit US-Regierung promoviert und kehrt in die Türkei zurück

Rümeysa Öztürk schloss in den USA ihre Promotion ab; Einigung mit der Regierung beendete das Abschiebeverfahren und stellte ihren Studentenstatus wieder her.

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Titelbild: Tufts-Studentin nach juristischem Vergleich mit US-Regierung promoviert und kehrt in die Türkei zurück
Nach monatelangen Auseinandersetzungen um einen pro-palästinensischen Gastbeitrag konnte Öztürk ihre Doktorarbeit abschließen und ist in die Türkei zurückgekehrt.

Nach Angaben der Berichte hat Rümeysa Öztürk, die wegen eines pro-palästinensischen Gastbeitrags ins Visier der US‑Regierung geraten war, in den USA ihre Promotion abgeschlossen und ist nun in die Türkei zurückgereist. Nach dreizehn Jahren Studium erklärte sie, sie kehre auf eigenem Zeitplan zurück, um ihre wissenschaftliche Laufbahn in ihrem Fachgebiet, Kinderstudien und Humanentwicklung, fortzusetzen. Sie sagte, die ihr entzogene Zeit gehöre nicht nur ihr, sondern auch den Kindern und Jugendlichen, für die sie sich beruflich einsetze.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand ein 2024 in der Studentenzeitung veröffentlichter Beitrag, in dem die Autorinnen die Universität aufforderten, die Gewalt gegen Palästinenser anzuerkennen. Ein Jahr später nutzte die neue US‑Regierung diesen Text, um Öztürks Visum zu annullieren; sie wurde im März 2025 von maskierten, zivil gekleideten Einwanderungsbeamten festgenommen und in ein Abschiebezentrum nach Louisiana gebracht. Videos von der Festnahme verbreiteten sich anschließend viral und zogen breite Aufmerksamkeit nach sich.

Zugleich löste der Fall Debatten über die Anwendung von Visumswiderrufen durch US‑Behörden aus. Behörden hatten eine selten genutzte Befugnis angewandt, um mehrere Visa mit dem Vorwurf angeblicher Verbindungen zu Hamas aufzuheben; in Öztürks Fall wurden solche Vorwürfe offenbar ohne vorgelegte Beweise erhoben. Die folgenden gerichtlichen Auseinandersetzungen wurden nun durch eine Vergleichsvereinbarung beendet: Die Einigung löste die anhängigen Rechtsstreitigkeiten und führte dazu, dass Öztürks Verfahren eingestellt wurden.

Daneben stellte der Vergleich den zuvor aufgehobenen Studentenstatus wieder her und ermöglichte Öztürk, ohne weitere staatliche Eingriffe in ihre Heimat zurückzukehren. Vertreter von Menschenrechtsorganisationen und Rechtsbeistand betonten, Öztürk sei in ihrer akademischen Laufbahn erheblich beeinträchtigt worden; zugleich unterstrichen sie, ihre Rückkehr markiere den Beginn einer Fortsetzung ihrer Forschung und Lehre außerhalb der USA. Die Entscheidung beendet die öffentliche Auseinandersetzung um ihren Fall, lässt aber Fragen über den Einsatz ähnlicher Einreiseinstrumente durch die Behörden offen.