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Tulsi Gabbard reicht Rücktritt als US‑Direktorin für Nachrichtendienste nach 15 Monaten ein

Die frühere Demokratin Gabbard verlässt das Amt nach einer umstrittenen, 15 Monate dauernden Amtszeit, die von Personalabbau, internen Reformen und Spannungen mit dem Weißen Haus geprägt war.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Tulsi Gabbard reicht Rücktritt als US‑Direktorin für Nachrichtendienste nach 15 Monaten ein
Gabbard galt als ungewöhnliche Besetzung des Postens und hinterlässt ein Amt, das während ihrer Amtszeit innenpolitisch umstritten war.

Nach Angaben hat Tulsi Gabbard am Freitag ihren Rücktritt als Direktorin der US‑Nachrichtendienste (ODNI) eingereicht und damit eine 15 Monate andauernde und vielfach umstrittene Amtszeit beendet. Als ehemalige Demokratin war sie eine unkonventionelle Wahl für das Amt und brachte keine klassische nachrichtendienstliche Laufbahn mit.

Im Mittelpunkt ihrer Agenda stand das Versprechen, die Nachrichtendienste von Politisierung zu befreien. Gabbard leitete mehrere Maßnahmen ein, mit denen sie Effizienzsteigerungen und Einsparungen anstrebte; zugleich bezog sie Positionen, die mit den Prioritäten von Präsident Donald Trump übereinstimmten, etwa durch die Unterstützung von Behauptungen zur Wahlfälschung. Personalentscheidungen und strukturelle Reformvorhaben prägten ihren Führungsstil und führten zu Debatten innerhalb der Sicherheitsarchitektur.

Zugleich richtete Gabbard eine interne Arbeitsgruppe ein, die Director’s Initiatives Group (DIG), um Themen wie die Herkunft von Covid‑19, Vorwürfe russischer Einmischung 2016 und ungewöhnliche gesundheitliche Vorfälle zu prüfen. Die Gruppe geriet in interinstitutionelle Auseinandersetzungen und wurde im Dezember aufgelöst; ein endgültiges Auflösungsdatum wurde für den folgenden Juni festgelegt. Ob die DIG ihre Zielsetzungen erreicht hat, blieb offen.

In der internen Lagebeschreibung war Gabbard zunehmend an den Rand zentraler Entscheidungszirkel gedrängt worden; der Präsident habe sie Berichten zufolge aus Gesprächen zu Iran und Venezuela ausgeschlossen. Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter äußerten Kritik an ihrem Führungsstil und beschrieben ein enges inneres Netzwerk um die Direktorin. Eine zentrale Vertraute war Alexa Henning, Gabbards stellvertretende Stabschefin, die zuvor im Umfeld der Gouverneurin Sarah Huckabee Sanders tätig gewesen war und als loyale Unterstützerin auftrat.