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Umweltgruppen fordern Widerruf der Genehmigung für xAI‑Gaskraftwerk in Mississippi

NAACP und mehrere Umwelt‑ und Bürgerrechtsgruppen beantragen Anhörung und Widerruf der PSD‑Genehmigung für 41 Gasturbinen zur Stromversorgung von xAI‑Rechenzentren in Memphis und Southaven.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Umweltgruppen fordern Widerruf der Genehmigung für xAI‑Gaskraftwerk in Mississippi
Vertreter der Gruppen werfen dem Mississippi‑Umweltministerium fehlerhafte Emissionsberechnungen und ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren vor und sehen die Gesundheit Anwohnern gefährdet.

Nach Angaben von Rechtsvertretern mehrerer gemeinnütziger Organisationen haben die NAACP, Young, Gifted & Green und die Safe and Sound Coalition eine formelle Bitte um Widerruf einer Genehmigung eingereicht, mit der xAI den Bau eines großmaßstäblichen, methanbetriebenen Kraftwerks in Southaven, DeSoto County, erlaubt wurde. Die Beschwerde richtet sich gegen eine Prevention of Significant Deterioration (PSD)‑Erlaubnis, die das Mississippi Department of Environmental Quality (MDEQ) am 10. März erteilt hatte.

Im Mittelpunkt der Klage stehen Vorwürfe, wonach die Genehmigungsunterlagen unzutreffende Luftschadstoffschätzungen enthielten und Anwohner von wesentlichen Verfahrensschritten ausgeschlossen worden seien. Die Petition, eingereicht durch das Southern Environmental Law Center, warnt, das Werk werde die bestehenden Ozonprobleme der Region verschärfen und zu signifikanten Anstiegen von Stickstoffdioxid sowie Feinstaub führen, was gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung nach sich ziehen könne.

Nach dem Schritt plant xAI demnach, 41 dauerhaft installierte, gasbetriebene Turbinen in DeSoto County zu betreiben, um seine Rechenzentren in der Region mit Strom zu versorgen. Das Unternehmen betreibt bereits ein Rechenzentrum namens Colossus 2 in Memphis und baut in Southaven eine weitere Anlage mit dem internen Namen Macrohardrrr. In der Petition wird zudem moniert, dass xAI nicht verpflichtet worden sei, die technisch saubersten Turbinen einzusetzen oder Ausgleichsmaßnahmen zu erwerben.

Zugleich bestätigte das MDEQ per E‑Mail den Eingang der Bitte um eine evidenzielle Anhörung und wies darauf hin, dass xAI sich dem Verfahren als Partei anschließen könne. In den Eingaben heißt es außerdem, interne E‑Mails des Ministeriums deuteten darauf hin, die Behörde habe den Genehmigungsprozess unter Druck beschleunigt.