US‑Airlines gaben im März 56,4% mehr für Kerosin aus – Regierung veröffentlichte Daten
Nach Beginn der Angriffe auf Iran stiegen die Treibstoffkosten für US‑Fluggesellschaften deutlich; viele Airlines strichen oder kürzten Prognosen und passten Expansionspläne an.
Nach Angaben der US‑Regierung kletterten die Ausgaben der US‑Fluglinien für Jet Fuel im März 2026 deutlich an. Die Branche zahlte im betrachteten Monat 5,06 Milliarden US‑Dollar für Treibstoff, verglichen mit 3,23 Milliarden Dollar im Februar, was einem Anstieg von 56,4 Prozent entspricht; gegenüber März 2025 lag der Anstieg bei 30 Prozent.
Im Mittelpunkt der Folgewirkungen stehen die Finanzplanungen der Airlines. Höhere Kerosinkosten haben viele Gesellschaften veranlasst, ihre Jahresprognosen für 2026 zu kürzen oder ganz zurückzunehmen. Ergänzend dazu haben einige Anbieter ihre Wachstumspläne gedrosselt, um Kapazität und Kosten in Einklang zu bringen und zu vermeiden, dass sie zu viel teure Kapazität in den Markt bringen.
Zugleich wirkten sich die regionalen Preisverläufe verstärkt auf die operative Lage aus. In bestimmten Märkten stieg der Preis für Jet Fuel im April auf über vier Dollar pro Gallone, und die Kostenexplosion wurde von Unternehmen als ein wesentlicher Faktor für die Insolvenz einer großen Fluggesellschaft genannt. Die betroffene Airline räumte ein, dass die höheren Treibstoffkosten ihre Pläne zur Entlassung aus dem Insolvenzverfahren verhinderten.
Daneben blieben die Buchungstrends bislang vergleichsweise robust, obwohl die Airlines mit erhöhten Ausgaben konfrontiert sind. Die Verkaufszahlen von Reisebüros stiegen im März im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar; dabei lagen Inlandsreisen fünf Prozent und internationale Reisen ein Prozent über dem Vorjahr. Mehrere große Fluggesellschaften rechnen damit, dass Kunden die gestiegenen Treibstoffkosten bis spätestens Anfang 2027 beziehungsweise bis Ende 2026 kompensieren werden.
Unterdessen spitzt die Lage die strategischen Entscheidungen der Branche zu: Kostendruck trifft auf eine Nachfrage, die noch nicht eingebrochen ist, weshalb die Balance zwischen Preisweitergabe an Kunden und Zurückhaltung bei der Kapazitätserweiterung für die kommenden Quartale entscheidend bleibt.