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US‑Haushalte zahlten im Schnitt rund 447 US‑Dollar mehr für Energie seit Beginn des Iran‑Kriegs

Moody's‑Analyse beziffert die zusätzlichen Belastungen für US‑Haushalte auf fast 60 Milliarden Dollar; Haupttreiber sind gestiegene Preise für Benzin, Diesel und Flugtreibstoff.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: US‑Haushalte zahlten im Schnitt rund 447 US‑Dollar mehr für Energie seit Beginn des Iran‑Kriegs
  • Moody's ermittelt zusätzliche Treibstoffkosten von durchschnittlich 447,19 US‑Dollar pro Haushalt
  • die Mehrkosten belasten Ersparnisse und erhöhen die Verschuldung vieler Haushalte.

Nach Angaben einer exklusiv mit CNBC geteilten Auswertung von Moody's Analytics haben US‑Haushalte seit Beginn des Kriegs mit dem Iran im Schnitt 447,19 US‑Dollar mehr für Energie ausgegeben. Insgesamt summieren sich diese Mehrkosten demnach auf fast 60 Milliarden Dollar. Die Analyse macht steigende Kraftstoffpreise zum Hauptgrund für die zusätzlichen Belastungen, die sich bereits spürbar auf Haushaltsbudgets auswirken.

Rund die Hälfte der Mehrkosten entfällt demnach auf höhere Benzinpreise. Der Durchschnittspreis für eine Gallone bleifreies Benzin lag zuletzt bei etwa 4,39 Dollar und liegt damit mehr als 47 Prozent über dem Niveau zu Beginn des Märzmonats. Für Diesel, das in Lieferfahrzeugen und Schiffen eingesetzt wird, nennt Moody's einen ähnlichen Preisanstieg; der durchschnittliche Dieselpreis wurde mit rund 5,52 Dollar pro Gallone angegeben. Teurerer Diesel habe bereits mehr als 20 Milliarden Dollar zusätzliche Kosten für Verbraucher verursacht.

Zugleich belasteten höhere Kerosinpreise die Reisekosten: Moody's schätzt die zusätzlichen Ausgaben für Flugtreibstoff auf knapp 10 Milliarden Dollar und verweist auf einen Anstieg der Flugtarife um mehr als 20 Prozent im April im Jahresvergleich. Die Analysten heben hervor, dass diese Energiepreis‑Schocks die finanziellen Spielräume vieler Haushalte einschränken. Ersparnisse würden angegriffen, und die Verschuldung nehme zu, sollten die höheren Preise anhalten.

Moody's Chefökonom Mark Zandi warnte davor, dass anhaltend hohe Niveaus die Belastung der Haushalte auf lange Sicht deutlich steigern könnten. Sollte der Konflikt ein Jahr andauern, wäre das mittlere Minus pro Haushalt laut Moody's deutlich höher als die bislang erfassten Mehrkosten. Die Analyse stellt zudem fest, dass die bislang angefallenen Zusatzkosten die durchschnittlichen Steuererleichterungen von 384 Dollar pro Haushalt in diesem Jahr bereits überkompensiert haben.