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US‑Neonazi soll Anschlag auf Journalistin geplant haben, sagen Ermittler

Zeugenaussagen zufolge sagte der Beschuldigte in verdeckten Gesprächen, die Reporterin müsse vom Brett, Festnahmen erfolgten im Zuge eines verdeckten Waffenhandels.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: US‑Neonazi soll Anschlag auf Journalistin geplant haben, sagen Ermittler
  • Ein Angeklagter aus Alabama soll einem Undercover‑Ermittler mitgeteilt haben, eine Journalistin müsse vom Brett genommen werden
  • Ermittler werten dies als vereitelten Mordplan.

Nach Angaben von Ermittlern plante ein mutmaßlicher Neonazi aus Alabama offenbar die Tötung einer Journalistin, die zuvor über ihn berichtet hatte. Chris Hluzek, Ermittler der Polizei in Huntsville, schilderte bei einer Haftanhörung im Januar, Aiden Daniel Cuevas habe im November 2024 gegenüber einem verdeckten Ermittler von der Reporterin als einem Bauern gesprochen, der vom Brett genommen werden müsse. Als der Ermittler nachhakte, soll Cuevas klargemacht haben, dass es ihm nicht nur um Doxing oder Belästigung gehe.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine längerfristige Undercover‑Operation, die im Januar zur Festnahme Cuevas’ führte. Demnach zahlte der Beschuldigte einem Undercover‑Agenten 1.500 US‑Dollar für drei vollautomatische Waffen sowie drei Pistolen im Glock‑Stil mit entfernten Seriennummern. Ein mutmaßlicher Mitverschwörer, Andrew Cole Nary, soll beim Erwerb anwesend gewesen sein; beide wurden wegen Verschwörung zum illegalen Waffenhandel angeklagt.

Zugleich führte die Untersuchung nach Angaben der Behörden zu weiteren Details über Cuevas’ Rolle in rechtsextremen Strukturen. Ermittler sehen ihn als Gründer der sogenannten North Bama Brigade, einer Abspaltung der 2119 Crew, und gaben an, die Gruppe sei 2023 ins Leben gerufen worden. Laut Anklage sprach Cuevas im Juni 2025 mit dem Undercover‑Agenten über paramilitärische Ausbildung und die Absicht, sogenannte high value targets auszuschalten. Zuvor war er bereits in Verfahren wegen Hausfriedensbruchs und des Einbruchs in einen Industriekomplex mit einem Kernkraftwerksareal verwickelt.

Daneben rückt der Fall die Gefährdung von Medienschaffenden in den Fokus. Die betroffene Journalistin bat um Anonymität aus Sicherheitsgründen; Staatsanwälte bezeichneten das Vorgehen als Beispiel für eine wachsende Bereitschaft rechtsradikaler Akteure, Vertreter der Presse zu bedrohen oder körperlich zu gefährden. Experten sehen darin eine zunehmende Verrohung gegenüber Journalistinnen und Journalisten, die über extremistische Netzwerke berichten.

Inzwischen betonen Ermittler und Strafverfolger, dass die Sprache Cuevas’ — selbst wenn das Wort töten nicht wörtlich gefallen sei — als verschlüsselter Ausdruck für tödliche Absichten gewertet worden sei. Der Fall hat eine Debatte über die Bedrohungslage für Reporter angefacht und wirft Fragen nach dem Umgang mit bewaffneten Netzwerken auf, die versuchen, Einfluss in lokalen Gemeinschaften zu gewinnen.