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US-Rohölbestände fallen deutlich, Raffinerien laufen bei 91% Auslastung

Der Wochenbericht der US-Energiebehörde zeigt für die Woche bis 13 Februar 2026 einen kräftigen Abbau der Rohölbestände und zugleich hohe Raffinerieläufe bei moderaten Importen.

JKCM Desk 2 Min Lesezeit
Titelbild: US-Rohölbestände fallen deutlich, Raffinerien laufen bei 91% Auslastung
  • Die Raffinerieinputs lagen bei 16,1 Millionen Barrel pro Tag, die Auslastung bei 91,0%.
  • Die kommerziellen Rohölbestände ohne SPR sanken um 9,0 Millionen Barrel auf 419,8 Millionen Barrel.
  • Die Benzinbestände gingen um 3,2 Millionen Barrel zurück, bleiben aber rund 3% über dem Fünfjahresschnitt.
  • Destillatbestände fielen um 4,6 Millionen Barrel und liegen etwa 5% unter dem Fünfjahresschnitt.
  • Der Indikator „products supplied“ lag im Vierwochenschnitt bei 21,2 Millionen Barrel pro Tag, 4,1% über Vorjahr.

Die US-Energiebehörde hat für die Woche bis zum 13. Februar 2026 einen deutlichen Rückgang der kommerziellen Rohölbestände gemeldet. Nach den wöchentlichen Schätzungen sanken die Bestände außerhalb der Strategischen Petroleumreserve (SPR) um 9,0 Mio. Barrel gegenüber der Vorwoche und lagen damit bei 419,8 Mio. Barrel. Bezogen auf die saisonale Einordnung liegen die Rohölbestände nach Angaben der Behörde rund 5% unter dem Fünfjahresdurchschnitt für diese Jahreszeit.

Parallel liefen die Raffinerien auf hohem Niveau. Die Rohölverarbeitung in den Raffinerien lag bei durchschnittlich 16,1 Mio. Barrel pro Tag und damit 77.000 Barrel pro Tag über dem Vorwochenwert. Die Auslastung der operablen Kapazitäten wurde mit 91,0% angegeben. Auf der Produktseite stieg die Benzinproduktion im Wochenvergleich auf durchschnittlich 9,4 Mio. Barrel pro Tag; die Destillatproduktion lag bei durchschnittlich 4,9 Mio. Barrel pro Tag und damit um 28.000 Barrel pro Tag höher als in der Vorwoche.

Bei den Importen zeigt der Bericht einen Rückgang: Rohölimporte lagen bei durchschnittlich 6,5 Mio. Barrel pro Tag und damit 281.000 Barrel pro Tag unter dem Vorwochenwert. Im Vierwochenschnitt lagen die Rohölimporte bei rund 6,3 Mio. Barrel pro Tag, was 1,3% unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres liegt. Zusätzlich nennt der Bericht durchschnittliche Produktimporte von 353.000 Barrel pro Tag für Motorbenzin (einschließlich Blendkomponenten) sowie 199.000 Barrel pro Tag für Destillate.

Die Produktlagerbestände bewegten sich ebenfalls nach unten. Die gesamten Motorbenzinbestände fielen um 3,2 Mio. Barrel gegenüber der Vorwoche; in der Einordnung liegen sie damit etwa 3% über dem Fünfjahresdurchschnitt. Destillatbestände gingen um 4,6 Mio. Barrel zurück und liegen etwa 5% unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Propan/Propylen-Bestände sanken um 3,1 Mio. Barrel, liegen aber weiterhin deutlich über dem historischen Mittelwert (rund 39% über dem Fünfjahresdurchschnitt). Insgesamt reduzierten sich die kommerziellen Erdölbestände in der Woche um 19,1 Mio. Barrel.

Als Nachfrage- und Aktivitätsindikator weist die Behörde die Kennzahl „total products supplied“ aus. Über die letzten vier Wochen lag dieser Wert im Durchschnitt bei 21,2 Mio. Barrel pro Tag und damit 4,1% über dem Vorjahreszeitraum. Motorbenzin („product supplied“) lag im Vierwochenschnitt bei 8,5 Mio. Barrel pro Tag (+1,5% gegenüber Vorjahr), Destillat bei 4,4 Mio. Barrel pro Tag (+2,5%). Jet Fuel lag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9% niedriger.

Der Bericht ist in den Energiemärkten vor allem relevant, weil er kurzfristige Bewegungen in Beständen, Raffinerieläufen und Importen sichtbar macht – Faktoren, die sich in der Regel schnell auf Produktverfügbarkeit und Preisbildung auswirken können. Die Behörde weist zugleich darauf hin, dass es sich um wöchentliche Schätzungen handelt, die später mit vollständiger Datenbasis präzisiert werden können. Für die Einordnung bleibt daher neben dem Wochenwert insbesondere der Trend über mehrere Wochen entscheidend.