USA verhängen offenbar Exportbeschränkungen gegen chinesischen Chiphersteller Hua Hong
Das US-Handelsministerium habe US-Ausrüster angewiesen, Lieferungen an Werke der Hua Hong Group und ihrer Tochter Huali zu stoppen; Ziel sind Anlagen für die Fertigung moderner Chips.
- Anweisungen betreffen Lam Research, Applied Materials und KLA
- Huali plant offenbar ein Sieben-Nanometer-Verfahren in Shanghai.
Nach Angaben von Insidern hat das US-Handelsministerium in der vergangenen Woche mehrere US-Ausrüster angewiesen, bestimmte Lieferungen an den chinesischen Chiphersteller Hua Hong einzustellen. Die Anweisungen richteten sich demnach an die Unternehmen Lam Research, Applied Materials und KLA und betrafen Anlagen sowie Materialien für Fabriken mit hochentwickelter Chipfertigung.
Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht laut den Informanten die Hua-Hong-Tochter Huali Microelectronics. Huali bereite in einem Werk in Shanghai ein Sieben-Nanometer-Verfahren vor, heißt es; US-Behörden stufen die Lieferung entsprechender Ausrüstung als sicherheitsrelevant ein, weil sie technologisch anspruchsvolle Fertigungsprozesse ermöglicht.
Seit Jahren schränkt das US-Handelsministerium die Lieferung von Halbleiterausrüstung nach China ein, um den technologischen Vorsprung der USA zu wahren. Im vorliegenden Fall zielen die Anweisungen ausdrücklich darauf ab, den Zugang zu Geräten und Materialien zu verhindern, die für die Produktion der modernsten Chips benötigt werden könnten, so die Insiderangaben.
Zugleich könnten die jüngsten Beschränkungen die politischen Spannungen zwischen Washington und Peking verschärfen. Die Schritte fallen in die Vorbereitungen für ein für Mai geplantes Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, das bereits einmal verschoben worden war. Keiner der Insider nannte detaillierte Angaben zu Umfang und Dauer der Anweisungen.
Die Berichte über die neuen Beschränkungen folgen früheren Meldungen, wonach die Hua Hong Group Fortschritte bei Fertigungstechnologien gemacht hat, die unter anderem für KI‑Chips nutzbar sein könnten. Bisher ist der staatlich unterstützte Auftragsfertiger SMIC das einzige chinesische Unternehmen, das Chips im Sieben-Nanometer-Bereich herstellen kann; eine ähnliche Entwicklung bei Hua Hong würde die heimische Konkurrenzlandschaft weiter verändern.