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Venture Global schließt 20‑Jahres‑LNG-Vertrag mit Hanwha über 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr

Venture Global liefert Hanwha ab 2030 für 20 Jahre 1,5 Millionen Tonnen LNG pro Jahr und hebt sein langfristig kontrahiertes Portfolio auf über 46 Millionen Tonnen jährlich.

JKCM Desk 2 Min Lesezeit
Titelbild: Venture Global schließt 20‑Jahres‑LNG-Vertrag mit Hanwha über 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr
  • Der Vertrag startet 2030 und umfasst 1,5 Millionen Tonnen LNG pro Jahr über 20 Jahre.
  • Es ist das erste langfristige Lieferabkommen von Venture Global mit einem koreanischen Abnehmer.
  • Das Unternehmen beziffert sein langfristig kontrahiertes Volumen damit auf über 46 Millionen Tonnen pro Jahr.
  • Die Vereinbarung stärkt die asiatische Absatzbasis und unterstreicht die Rolle der USA als LNG-Lieferant für die 2030er Jahre.

Venture Global und Hanwha Aerospace haben ein langfristiges Lieferabkommen für US-Flüssiggas unterzeichnet. Der Sales-and-Purchase-Vertrag sieht vor, dass Hanwha ab 2030 über 20 Jahre hinweg jährlich 1,5 Millionen Tonnen LNG abnimmt. Für Venture Global ist es das erste langfristige SPA mit einem koreanischen Abnehmer und ein weiterer Baustein, um künftige Exportkapazitäten in Asien zu platzieren.

Mit dem Abschluss wächst das von Venture Global langfristig gebundene Lieferportfolio nach Unternehmensangaben auf mehr als 46 Millionen Tonnen pro Jahr. Solche Volumina sind in der LNG-Branche zentral, weil sie Finanzierung und Bau neuer Anlagen stützen: Banken und Investoren verlangen in der Regel einen hohen Anteil vertraglich abgesicherter Abnahme, bevor Milliardenprojekte endgültig freigegeben werden.

Für Hanwha steht der Deal im Kontext eines breiteren Ausbaus entlang der LNG-Wertschöpfungskette. Der Konzern betont, dass er gemeinsam mit weiteren Gruppengesellschaften eine LNG-Strategie aufbaut – von Beschaffung über Infrastruktur bis zu industriellen Anwendungen. Für Südkorea, das kaum eigene fossile Ressourcen besitzt, bleibt LNG ein wichtiges Element der Energieversorgung und der Versorgungssicherheit, selbst wenn parallel erneuerbare Energien und Wasserstoffprogramme hochgefahren werden.

Venture Global verweist auf eine Projektpipeline von über 100 Millionen Tonnen Jahreskapazität in Produktion, Bau oder Entwicklung. Die ersten drei Großprojekte – Calcasieu Pass, Plaquemines LNG und CP2 LNG – liegen in Louisiana und sind auf die Versorgung internationaler Märkte ausgelegt. Das Unternehmen arbeitet zudem an CO₂-Abscheidung und -Speicherung an seinen Standorten, um die Emissionsbilanz der Lieferkette zu verbessern, was insbesondere für Abnehmer mit strengeren Klimavorgaben an Bedeutung gewinnt.

In der Vermarktung deutet sich ein Muster an: Verträge mit asiatischen Käufern, die ab 2030 beginnen, sollen die nächste Ausbaustufe US-amerikanischer LNG-Produktion absichern. Kurzfristig bleibt offen, aus welchem Projekt die Hanwha-Mengen konkret gespeist werden und wie sich der Baufortschritt der Anlagen auf die Lieferstartdaten auswirkt. Der Deal erhöht aber die Visibilität der künftigen Cashflows – und verschärft den Wettbewerb um langfristige LNG-Positionen in Asien.