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Wanderer in Nord‑Phoenix nach mehr als 100 Bienenstichen in kritischem Zustand

Technische Rettungsteams bargen den Mann per Hubschrauberseilwinde vom Gipfel des Lookout Mountain Preserve; die Feuerwehr gibt Warnhinweise für Wanderer heraus.

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Titelbild: Wanderer in Nord‑Phoenix nach mehr als 100 Bienenstichen in kritischem Zustand
Ein Wanderer wurde per Rettungshubschrauber aus dem Lookout Mountain Preserve ausgeflogen und in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht.

Nach Angaben lokaler Einsatzkräfte musste ein Wanderer am Osterwochenende nach mehr als 100 Bienenstichen in Nord‑Phoenix in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht werden. Der Mann hatte am Samstag gegen 10 Uhr gemeldet, er sei aufgrund zahlreicher Stiche nicht mehr in der Lage, den Abstieg vom Gipfel des Lookout Mountain Preserve fortzusetzen.

Im Mittelpunkt der Bergungsaktion standen technische Rettungsteams aus Phoenix und Glendale, die eine Seilwindenbergung aus einem Hubschrauber der Einheit Firebird 10 koordinierten. Der Verletzte wurde durch die Luft geborgen und am Trailhead an ein wartendes Rettungsfahrzeug übergeben, das ihn zur stationären Versorgung ins Krankenhaus transportierte. Die Feuerwehr beschrieb seinen Zustand als kritisch.

Nach dem Schritt nutzte die Feuerwehr den Einsatz, um Wanderer zu warnen und Verhaltenshinweise zu geben. Sie riet dazu, Bienenstöcke nicht zu stören, auf stark duftende Körperpflegeprodukte zu verzichten, helle Kleidung zu tragen und bei einer Schwarmbegegnung schnell Abstand zu gewinnen sowie Kopf und Gesicht zu schützen. Diese Hinweise sollen helfen, ähnliche Vorfälle zu vermeiden und das Risiko schwerer Stiche zu reduzieren.

Zugleich ordnet sich der Fall in eine Reihe jüngerer Zwischenfälle ein: In Arizona werden seit den 1990er‑Jahren vermehrt afrikanisierte Bienen registriert, die bei Störungen sehr aggressiv reagieren können. Ein ungewöhnlich warmer Winter hat nach Beobachtungen der Einsatzkräfte die Aktivität der Bienen verstärkt, weshalb solche Begegnungen in letzter Zeit häufiger gemeldet wurden.

Inzwischen gibt es Beispiele für ähnliche Gefährdungen in der Region. Bei einem jüngsten Vorfall auf einem Universitätscampus in Tempe wurden fünf Personen gestochen, eine davon musste zur Behandlung ins Krankenhaus. Solche Episoden unterstreichen die Gefährdung für Menschen, Haustiere und Nutztiere, wenn Bienenvölker gestört werden.

Daneben betonen Einsatzkräfte und medizinische Ansprechpartner die Schwere vielfacher Stiche: Wiederholte Einstiche können zu schweren Vergiftungswirkungen und Muskel- sowie Kreislaufproblemen führen. Vor diesem Hintergrund sehen Rettungsdienste und Feuerwehrprävention verstärkte Bedeutung beim Bewusstsein der Öffentlichkeit für Verhaltensregeln im Freien, besonders in bekannten Erholungsgebieten wie dem Lookout Mountain Preserve.