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Wanderer in Nord‑Phoenix nach über 100 Bienenstichen in kritischem Zustand

Rettungskräfte hoben den Verletzten per Seilbergung und Hubschrauber vom Gipfel des Lookout Mountain Preserve; Behörden mahnen zur Vorsicht angesichts verstärkter Bienenaktivität nach milder Witterung.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Wanderer in Nord‑Phoenix nach über 100 Bienenstichen in kritischem Zustand
  • Wanderer wurde am Ostersamstag nach mehr als 100 Stichen per Luftrettung geborgen und in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht
  • Feuerwehr gab Verhaltenshinweise für Begegnungen mit Bienenschwärmen heraus.

Nach Angaben der örtlichen Feuerwehr wurde ein Wanderer am Samstagvormittag nach mehr als 100 Bienenstichen in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht. Gegen 10 Uhr habe der Mann am Gipfel des Lookout Mountain Preserve in Nord‑Phoenix gemeldet, aufgrund zahlreicher Stiche nicht mehr absteigen zu können. Die Verletzungen führten demnach zu einem Einsatz, bei dem technische Bergungsteams aus Phoenix und Glendale alarmiert wurden.

Im Mittelpunkt der Rettungsaktion stand eine koordinierte Seilbergung: Einsatzkräfte führten den Mann mittels eines Firebird‑10‑Hubschraubers vom Berg, hoben ihn per Luftrettung aus dem Gelände und übergaben ihn an einen bereitstehenden Rettungswagen am Trailhead. Von dort wurde er in kritischem Zustand in ein Krankenhaus transportiert. Die Operation spiegelte die Schwierigkeiten wider, einen Verletzten aus unwegsamem Gelände nach einem massiven Bienenangriff zu bergen.

Zugleich nutzte die Feuerwehr den Vorfall, um Wanderndes Verhalten im Umgang mit Bienen zu empfehlen. Zu den Ratschlägen gehörten, Bienenstöcke nicht zu stören, auf parfümierte oder stark duftende Produkte zu verzichten, helle Kleidung zu tragen und sich bei einer Schwarmbegegnung schnell zu entfernen sowie Kopf und Gesicht zu schützen. Solche Maßnahmen sollen das Risiko weiterer Attacken verringern und helfen, Freilandunfälle zu verhindern.

Inzwischen wird das Ereignis in den Kontext einer erhöhten Bienenaktivität in Arizona gestellt, die Verantwortliche auf einen ungewöhnlich milden Winter zurückführen. Behörden hatten bereits vor vermehrten Begegnungen mit aggressiven Bienenschwärmen gewarnt, weil wärmere Bedingungen Tiere länger und intensiver aktiv halten können. Der Vorfall am Lookout Mountain Preserve reiht sich damit in mehrere jüngere Fälle ein, bei denen Menschen nach Schwarmangriffen verletzt wurden.