Warner Bros. Discovery schreibt 2,9 Mrd. Dollar Nettoverlust – Übernahmekosten und Kündigungsgebühr belasten Ergebnis
Das Medienhaus meldet für das erste Quartal einen kräftigen Verlust, während bereinigtes EBITDA und Streamingumsatz zulegen. Die angestrebte Übernahme durch Paramount steht weiter unter regulatorischer Prüfung.
- WBD weist im ersten Quartal einen Nettoverlust von 2,9 Milliarden Dollar aus
- eine Kündigungsgebühr von 2,8 Milliarden Dollar belastet weiterhin die Bilanz.
Nach Angaben von Warner Bros. Discovery belief sich der ausgewiesene Nettoverlust im ersten Quartal auf 2,9 Milliarden US‑Dollar. Das Unternehmen machte diesen erheblichen Rückgang vor allem mit akquisitionsbedingten Abschreibungen, der Neubewertung von Content‑Vermögenswerten und Restrukturierungskosten in Höhe von rund 1,3 Milliarden Dollar sowie der weiterhin in der Bilanz stehenden Kündigungsgebühr erklärbar.
Zugleich zeigte sich das operative Geschäft vergleichsweise robust. Der Konzernumsatz ging gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 1 Prozent auf 8,89 Milliarden Dollar zurück, während das bereinigte EBITDA um 5 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar anstieg. Besonders das Streaming‑Segment entwickelte sich positiv: Die Streaming‑Erlöse stiegen um neun Prozent auf etwa 2,89 Milliarden Dollar, getragen von höheren Abo‑Einnahmen und einem Ausbau der werbefinanzierten Tarife, deren Werbeerlöse um 20 Prozent wuchsen.
Inzwischen bleibt das klassische Pay‑TV‑Geschäft eine Belastung. Die linearen Netzwerke verzeichneten einen Umsatzrückgang von 8 Prozent auf 4,38 Milliarden Dollar; hier wirkten vor allem sinkende lineare Werbeerlöse negativ. Demgegenüber legte das Filmstudio‑Geschäft deutlich zu: Die Einnahmen dieses Bereichs stiegen um 35 Prozent auf 3,13 Milliarden Dollar und trugen damit maßgeblich zur Ergebnisverbesserung bei.
Daneben wies Warner Bros. Discovery zum Quartalsende eine Bruttoverschuldung von 33,4 Milliarden Dollar aus. Das Unternehmen gab an, mehr als 140 Millionen globale Streaming‑Kunden erreicht zu haben und bleibt nach eigener Einschätzung auf Kurs, die Marke von 150 Millionen bis zum Jahresende zu übertreffen. Parallel dazu hat die von Paramount vorgeschlagene Übernahme im April die Zustimmung der WBD‑Aktionäre erhalten und befindet sich aktuell in einem regulatorischen Prüfprozess; Paramount rechnet mit einem möglichen Vollzug im dritten Quartal.