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WHO‑Chef Tedros reist ins Ebola‑Epizentrum Ituri – Appell an lokale Gemeinschaften

UN‑Gesundheitsdirektor besucht Behandlungszentrum in Bunia, während das Virus sich schneller ausbreitet als die Antwortmaßnahmen.

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Titelbild: WHO‑Chef Tedros reist ins Ebola‑Epizentrum Ituri – Appell an lokale Gemeinschaften
Tedros fordert stärkere Gemeinschaftsbeteiligung und internationale Hilfe, während mehr als 1.000 Verdachtsfälle gemeldet sind.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist WHO‑Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Samstag in der Provinz Ituri im Osten der Demokratischen Republik Kongo eingetroffen. Im Mittelpunkt seiner Reise stehen Besuche in einem Behandlungszentrum in Bunia sowie Gespräche mit lokalen Behörden, Gesundheitskräften und betroffenen Familien; Ziel ist es, die Reaktion vor Ort zu koordinieren und Hemmnisse zu identifizieren.

Gleichzeitig warnte Tedros, dass sich das Virus schneller ausbreite, als Hilfsmaßnahmen hinterherkämen, trotz besser organisierter Gesundheitseinrichtungen und neuer Hilfslieferungen in der Region. Er rief zu umfassender Unterstützung am Epizentrum auf und unterstrich die Bedeutung von Gemeinschaftseigentum an den Interventionen: Nur wenn Anwohnerinnen und Anwohner in die Maßnahmen eingebunden würden, ließen sich Vertrauen schaffen und Ausbrüche wirksamer eindämmen.

Unterdessen betonte Tedros, die internationale Gemeinschaft müsse die DRC weiterhin unterstützen, zugleich aber lokale Strukturen und Gemeinschaftsinitiativen stärken. Seine Reise soll nach Angaben der WHO auch dazu dienen, Probleme bei der Umsetzung vor Ort offen zu legen und Wege zu finden, die Reaktion schneller und besser an die Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen.