Zelenskyy bittet Trump um Patriot‑Raketen nach massiven russischen Angriffen auf ukrainische Städte
Nach nächtlichen Angriffen mit Dutzenden Raketen und Hunderten Drohnen forderte Präsident Wolodymyr Zelenskyy die Lieferung zusätzlicher Patriot‑Abwehrsysteme und warnte vor anhaltenden ballistischen Schlägen.
- Die ukrainische Luftwaffe meldete 73 Raketen und 656 Drohnen
- Zelenskyy forderte zugleich europäische antiballistische Kapazitäten.
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe starteten russische Kräfte in der Nacht eine großangelegte Offensive, bei der 73 Raketen und 656 Drohnen eingesetzt wurden, darunter acht als hypersonisch bezeichnete Tsirkon‑Raketen. Unmittelbar nach den Angriffen richtete Präsident Wolodymyr Zelenskyy einen Appell an den ehemaligen US‑Präsidenten Donald Trump und forderte die Lieferung weiterer Patriot‑Luftabwehrsysteme, die nach seiner Darstellung entscheidend seien, um schnelle ballistische Raketen abzufangen.
Die Angriffe trafen mehrere Städte, darunter Kiew, Dnipro, Zaporizhzhia sowie Poltawa und Charkiw im Osten. Mindestens 18 Menschen kamen ums Leben und Dutzende wurden verletzt; in mehreren Orten stürzten Wohnhäuser ein oder brannten aus. In Dnipro verzeichneten die Behörden 12 Tote und 36 Verletzte; dort soll es bei einem Einsatz zu einem sogenannten ‚Double‑Tap‘ gekommen sein, bei dem Helfer beim Eintreffen erneut attackiert wurden.
Zelenskyy kritisierte den schrumpfenden Bestand an Patriot‑Abfangraketen und bezeichnete diese Systeme als vitales Werkzeug, um Menschenleben zu retten und ballistische Angriffe zu stoppen. Er forderte nicht nur zusätzliche Lieferungen aus den USA, sondern auch, dass europäische Staaten eigene antiballistische Kapazitäten aufbauen. Der Präsident hatte zuletzt in einem Schreiben an das Weiße Haus und den US‑Kongress Unterstützung angefordert; zuvor waren nach Angaben aus den Berichten im Februar zahlreiche seltene Patriot‑Raketen im Zuge eines Konflikts zwischen den USA und Israel gegen den Iran eingesetzt worden, was die verfügbaren Vorräte reduziert habe.
Rettungskräfte suchten unterdessen in beschädigten Wohnkomplexen nach Überlebenden, während in Teilen Kiews Stromausfälle gemeldet wurden. Stadt‑ und Regionalbehörden veröffentlichten Bilder von zerstörten Wohnhäusern, ausgebrannten Fahrzeugen und beschädigter Infrastruktur; mehrere Menschen galten zunächst als verschüttet. Die Lage blieb in den frühen Morgenstunden angespannt, der Luftalarm hielt an und Einsatzkräfte initiierten weitere Operationen, um Gefährdete zu bergen und Schäden zu beheben.