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Zelenskyy fordert Trump auf, Patriot‑Raketen nach massiven russischen Angriffen zu liefern

Nach einem nächtlichen Großangriff mit Dutzenden Opfern verlangt Präsident Selenskyj dringend Nachschub an Patriot‑Abfangraketen und fordert zudem europäische Anti‑Ballistiklösungen.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Zelenskyy fordert Trump auf, Patriot‑Raketen nach massiven russischen Angriffen zu liefern
Wolodymyr Selenskyj mahnt die Lieferung von Patriot‑Systemen an, nachdem Russland Städte in der Ukraine mit Raketen und Drohnen getroffen hat.

Nach Angaben ukrainischer Stellen hat Präsident Wolodymyr Selenskyj den früheren US‑Präsidenten Donald Trump um die Lieferung von Patriot‑Luftabwehrraketen gebeten. Hintergrund ist ein großangelegter nächtlicher Angriff, bei dem mindestens 18 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden; zahlreiche Gebäude erlitten schwere Schäden.

Im Mittelpunkt der Angriffe standen die Hauptstadt Kiew sowie die Städte Dnipro, Saporischschja, Poltawa und Charkiw. Die ukrainische Luftwaffe berichtete, in der Nacht seien 73 Raketen und 656 Drohnen abgefangen worden, darunter nach Angaben der Behörden acht hyperschallgetriebene Tsirkon‑Raketen. In Kiew wurden sechs Tote und 66 Verletzte registriert, darunter drei Kinder; in Dnipro gab es mindestens 12 Todesopfer und 36 Verletzte.

Nach dem Schritt verlangte Selenskyj deutlich mehr Schutz vor ballistischen und anderen Raketenangriffen. Er nannte Patriot‑Systeme als besonders wichtig und warnte, dass die verbleibenden Abfangraketen knapp seien. Zugleich appellierte er an die Vereinigten Staaten und europäische Partner, effektive Luftabwehrtechnologie bereitzustellen, und verwies auf bereits eingereichte Unterstützungsbitten an Washington und den Kongress.

Gleichzeitig richteten die Einschläge schwere Schäden an Wohngebäuden an. In Kiew führte ein Treffer an einem 24‑geschossigen Wohnhaus zu Teilkollapsen, Einsatzkräfte suchten nach Verschütteten. In Dnipro stürzte ein vierstöckiges Wohnhaus ein; dort galten zunächst mehrere Personen als vermisst, und ein Helfer kam nach Behördenangaben bei einem Folgeangriff ums Leben. In Charkiw meldeten die Behörden zahlreiche Verletzte sowie zerstörte Privatimmobilien und Fahrzeuge.

Daneben folgte die Angriffswelle auf eine Periode verstärkter ukrainischer Offensiven gegen russische Infrastruktur, unter anderem Angriffe auf Raffinerien und Häfen sowie Störaktionen entlang der Landverbindung zur Halbinsel Krim. Der ukrainische Außenminister wertete die russischen Attacken als Ausdruck schwindender Optionen Moskaus und bezeichnete sie als fortgesetzten Einsatz von Terror gegen die Zivilbevölkerung.