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Zelenskyy: Russland verletzt dreitägigen, von den USA vermittelten Waffenstillstand

Trotz der von US‑Präsident Trump verkündeten Dreitages‑Pause setzten Angriffe, Drohneneinsätze und Gefechte fort; mehrere Zivilisten wurden verletzt, ein Mensch starb.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Zelenskyy: Russland verletzt dreitägigen, von den USA vermittelten Waffenstillstand
Der von den USA vermittelte Dreitages‑Waffenstillstand steht nach ukrainischer Darstellung unter erheblicher Belastung, sagt Präsident Zelenskyy.

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyy hat die russische Armee den von den USA vermittelten dreitägigen Waffenstillstand nicht eingehalten und führe weiterhin Angriffsoperationen an der Front durch. In seiner Abendansprache sagte Zelenskyy, die Russen setzten ihre Angriffsaktivitäten in für sie wichtigen Sektoren fort und zeigten gegenüber dem Abkommen keinerlei Bemühungen.

Zugleich berichteten ukrainische Stellen von hoher Gefechtsaktivität: Innerhalb von 24 Stunden habe es fast 150 Gefechte gegeben. Russland meldete seinerseits Luftabwehr‑Erfolge und teilte mit, binnen dieses Zeitraums 57 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben, was die starke Belastung der vereinbarten Pause bereits am zweiten Tag unterstreicht.

Die militärischen Vorfälle blieben nicht ohne Folgen für die Zivilbevölkerung. In der südöstlichen Region Zaporizhzhia gab es laut Regionalgouverneur einen Toten und drei Verletzte durch russische Angriffe. Im Gebiet Charkiw meldete der Gouverneur acht Verletzte, darunter zwei Kinder, infolge von Drohnenangriffen auf die Regionalhauptstadt und umliegende Ortschaften.

In der südlichen Region Cherson wurden seit Samstag insgesamt sieben Menschen, darunter ein Kind, durch Drohnen‑ und Artillerieangriffe verletzt. Daneben wurde in Dnipropetrowsk ein Kind verletzt und Infrastruktur beschädigt, wie der regionale Gouverneur mitteilte. Diese Angaben zeichnen ein Bild anhaltender Gefährdungen für die zivile Sicherheit trotz der verkündeten Pause.

Die Ankündigung des Dreitages‑Waffenstillstands hatte US‑Präsident Donald Trump am Freitag vorgestellt und ist Teil einer US‑geführten Diplomatieoffensive. Zugleich äußerte Russlands Präsident Wladimir Putin, er glaube, der Ukraine‑Konflikt gehe seinem Ende zu, und signalisierte Gesprächsbereitschaft zu Fragen der europäischen Sicherheit.

Gleichzeitig dämpften zwei hohe Kremlvertreter Erwartungen an einen raschen Friedensschluss: Dmitri Peskow erklärte, ein Abkommen werde lange dauern, und Juri Uschakow sagte, es sei unklar, wann Verhandlungen wieder aufgenommen werden könnten. Insgesamt zeigen die jüngsten Meldungen, dass die Waffenruhe in ihrer zweiten Phase starken Belastungen ausgesetzt ist und die Kämpfe an der Front sowie Angriffe die zivile Lage weiterhin beeinträchtigen.