Putin sagt, der Krieg in der Ukraine gehe ‚dem Ende zu‘ und bietet Verhandlungen an
Bei einer stark reduzierten Siegesparade in Moskau sagte Wladimir Putin, der Konflikt in der Ukraine nähere sich dem Ende; er nannte Gerhard Schröder als bevorzugten Gesprächspartner.
Nach Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin nähere sich der Krieg in der Ukraine dem Ende. Seine Aussage fiel wenige Stunden nach einer ungewöhnlich knapp gehaltenen Siegesparade in Moskau, bei der die sonst gezeigten Panzer und Raketen fehlten. Putin sagte, er sei bereit, über neue Sicherheitsregelungen in Europa zu verhandeln und nannte den früheren deutschen Kanzler Gerhard Schröder als seinen bevorzugten Gesprächspartner.
Gleichzeitig berichteten ukrainische Behörden von anhaltenden Kämpfen und Angriffen. Innerhalb von 24 Stunden habe es nahezu 150 Gefechte gegeben; Russland erklärte, es habe 57 ukrainische Drohnen abgeschossen. In mehreren Regionen wurden Zivilisten verletzt, und ein Todesfall wurde gemeldet, unter anderem in der südöstlichen Region Saporischschja.
Zugleich lasteten andauernde Sicherheitsbedenken die Moskauer Feierlichkeiten. Die Stadt war mit hohen Sicherheitsmaßnahmen belegt, Internetdienste wurden örtlich unterbrochen, und die Veranstalter strichen Teile der sonst üblichen militärischen Schau. Hintergrund waren wiederholte ukrainische Angriffe mit Langstrecken‑Drohnen und Raketen, die die Parade zu einer deutlich kleineren Veranstaltung machten.
Daneben bleibt die Lage an der Front angespannt und ohne klaren Durchbruch. Beide Seiten verzeichnen nach übereinstimmenden Schilderungen verlangsamte Vorstöße; die Fronten sind zäh und die Gefechte intensiv. Der Europäische Rat sieht potenzielle Möglichkeiten für Gespräche über die künftige Sicherheitsarchitektur Europas, während auf dem Terrain zahlreiche Gefechte und Angriffe die humanitäre Lage weiter belasten.