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WHO‑Chef nach Hantavirus‑Ausbruch: Das ist nicht noch einmal Covid — Schiff soll in Teneriffa anlegen

Tedros betont geringes Risiko für die Bevölkerung von Teneriffa. Spanien plant eine abgeschirmte Ausschiffung am Industriehafen von Granadilla und eine direkte Repatriierung der Passagiere.

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Titelbild: WHO‑Chef nach Hantavirus‑Ausbruch: Das ist nicht noch einmal Covid — Schiff soll in Teneriffa anlegen
WHO‑Generaldirektor unterstützt persönlich den Ablauf der Ausschiffung und würdigt Spaniens Entscheidung, das Schiff aufzunehmen.

Nach Angaben des WHO‑Generaldirektors richtet sich Tedros Adhanom Ghebreyesus direkt an die Bevölkerung von Teneriffa, während das Kreuzfahrtschiff MV Hondius mit einem Ausbruch des Andes‑Stamms des Hantavirus auf dem Weg zur Insel ist. Er betont, dass die Gesundheitsgefahr für die Einwohner vor Ort niedrig sei und stellt die Lage ausdrücklich als nicht vergleichbar mit der Covid‑Pandemie dar.

Im Mittelpunkt der Einsatzplanung steht die medizinische Lage an Bord: Drei Todesfälle wurden registriert, gleichzeitig gebe es derzeit keine symptomatischen Passagiere. Ein WHO‑Experte begleitet die Maßnahmen, und medizinische Versorgung sei vorhanden. Die Behörden stufen den Vorfall als ernst ein, halten das unmittelbare Risiko für die lokale Bevölkerung aber für gering.

Nach dem Schritt Spaniens liegt ein detaillierter Ablauf für das Anlegen und die Weiterverbringung der Menschen an Bord vor. Geplant ist die Ausschiffung am Industriehafen von Granadilla, entfernt von Wohngebieten. Die Passagiere sollen in versiegelten, bewachten Fahrzeugen über eine vollständig abgesperrte Korridor‑Route gebracht werden und anschließend direkt in ihre Herkunftsländer repatriiert werden.

Zugleich haben mehrere europäische Staaten die Organisation der Rückholung zugesagt: Deutschland, Frankreich, Belgien, Irland und die Niederlande werden demnach Flugzeuge für die Repatriierung bereitstellen. Insgesamt befinden sich knapp 150 Menschen aus 23 Ländern seit Wochen an Bord und warten auf die koordinierte Rückkehr in ihre Heimatstaaten.

Daneben dankte Tedros dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez ausdrücklich für die Aufnahme des Schiffs und bezeichnete die Entscheidung als Ausdruck von Solidarität und Pflicht gegenüber den Menschen an Bord. Er kündigte an, persönlich nach Teneriffa zu reisen, um die Durchführung der Maßnahmen zu begleiten und den dort eingesetzten Einsatzkräften Respekt zu zollen.