Zelenskyy warnt vor massivem neuen Schlag – Nato wütend nach russischer Drohne in Rumänien
Präsident Selenskyj warnt vor bevorstehendem Großangriff und ruft zu erhöhter Vorsicht auf. Ein Drohnenaufschlag in Galați löst internationale Proteste und diplomatische Schritte aus.
- Selenskyj fordert Schutzmaßnahmen und mehr Flugabwehr
- Rumänien bezeichnet den Drohnenangriff als gefährliche Eskalation.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyj liegen den Diensten Hinweise vor, dass Russland einen massiven neuen Schlag gegen die Ukraine vorbereitet. Er appellierte an die Bevölkerung, Luftalarme ernst zu nehmen und sich in Sicherheit zu bringen, und betonte, die Luftwaffe sowie andere Einheiten seien rund um die Uhr einsatzbereit, um Angriffe abzuwehren.
Im Mittelpunkt seiner Forderungen steht die Beschleunigung der Lieferung und Finanzierung von Patriot-Luftabwehrsystemen durch Verbündete. Zelenskyj wiederholte seinen Aufruf an Partnerstaaten, solche Systeme bereitzustellen, um auf die steigende Zahl und Intensität von Luftangriffen reagieren zu können, und verwies auf bereits geführte Kontakte mit US-Instanzen zur Beschleunigung der Unterstützung.
Zugleich sorgte ein Zwischenfall in Rumänien für scharfe internationale Reaktionen. Eine Drohne schlug in Galați nahe der ukrainischen Grenze in das Dach eines Wohngebäudes ein, löste ein Feuer aus und verletzte zwei Menschen, darunter einen 14-jährigen Jungen. Rom erklärte den Treffer als eine ernsthafte und unverantwortliche Eskalation; es handelte sich nach Angaben der Behörden um den ersten Treffer eines Gebäudes außerhalb der Ukraine seit Beginn des Kriegs.
Daneben reagierten Nato und EU mit Nachdruck: Der Nato-Generalsekretär bekräftigte die Entschlossenheit des Bündnisses, jeden Teil seines Territoriums zu verteidigen, und forderte stärkere Abschreckung an der östlichen Grenze. Die Präsidentin der EU-Kommission erklärte, der Krieg Russlands habe eine weitere Grenze überschritten, und kündigte an, die Abschreckung im östlichen Grenzbereich zu erhöhen.
In Reaktion auf den Vorfall rief Rumänien den russischen Botschafter ein und setzte eine Sitzung des nationalen Verteidigungsrats an, um das Ereignis zu bewerten. Mehrere Staats- und Regierungschefs westlicher Länder verurteilten den Angriff als Verletzung des Nato-Luftraums und warnten vor einer möglichen Zuspitzung der Lage.
Unterdessen äußerte sich in Moskau Präsident Wladimir Putin zu Fragen regionaler Sicherheit. Er betonte, Russland verfüge über die Mittel zur Verteidigung seiner Interessen und nannte Regionen, die das Land als legitime Ziele ansehen könne, falls von dort eine Bedrohung ausgehe. Damit zeichnen sich neue Spannungen ab, während die Ukraine vor einer zu erwartenden Welle von Luftangriffen warnt und Verbündete verstärkte Unterstützung verlangen.