Zwei Schreiadlerküken in Südkalifornien schlüpfen – Livestream zieht Tausende an
Das Paar Jackie und Shadow hat über Ostern zwei Jungvögel ausgebrütet; Unterstützer sammelten bislang 1,6 Millionen US‑Dollar für den Kauf des Grundstücks rund um das Nest.
- Die Schlüpfe ereigneten sich in rund 145 Fuß Höhe in einer Kiefer
- der Livestream zählt zu den meistgesehenen seiner Art auf YouTube.
Nach Angaben der Betreuer schlüpften über das Osterwochenende zwei Schreiadlerküken im Big Bear Valley im San Bernardino National Forest und zogen dabei tausende Online‑Zuschauer an. Die Elterntiere Jackie und Shadow brüten seit Jahren in einem Nest, das sich etwa 145 Fuß hoch in einer Kiefer befindet; eine Webcam überträgt die Szene kontinuierlich und ermöglicht Beobachtungen von Brutverhalten und Aufzucht.
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand die Saison, die für das Paar zuvor Rückschläge gebracht hatte: Anfang des Jahres waren zwei Eier verloren gegangen, nachdem Krähen ins Nest eingedrungen waren. Jackie legte ein Ersatzgelege, aus dem nun die beiden Jungvögel hervorgingen. Nach Angaben der Organisatoren schlüpfte das erste Küken am Samstagabend gegen 21:30 Uhr, das zweite am Ostersonntag gegen etwa 08:30 Uhr.
Nach dem Schritt, den die Vogelschutzgemeinschaft unternahm, verband sich das mediale Interesse mit einer lokalen Schutzkampagne für das Umfeld des Nestes. In weniger als einem Monat sammelte die Community rund 1,6 Millionen US‑Dollar, die in eine Initiative fließen, mit der bis Ende Juli ein Ziel von zehn Millionen Dollar zum Kauf des Grundstücks erreicht werden soll. Ziel ist es, das Gebiet dauerhaft zu sichern und Störungen durch mögliche Bauvorhaben zu verhindern.
Zugleich bot der Livestream vielen Menschen einen unmittelbaren Einblick in die Frühphase der Aufzucht: Am Montagmorgen zeigten Aufnahmen, wie Jackie und Shadow die grau befiederten Küken fütterten und die jungen Köpfe beim Fressen hin und her wippten. In den ersten Wochen dient das Nest nicht nur als Schlafplatz, sondern als Vorratskammer und Schutzraum, bis die Jungvögel mit etwa zehn bis vierzehn Wochen flügge werden.
Daneben betonen die Betreuer den Bildungswert der Übertragung: Zuschauerinnen und Zuschauer können die Stadien der Aufzucht verfolgen und direkte Einblicke in die Herausforderungen der Eltern beim Füttern sowie beim Schutz vor Witterung und Eindringlingen gewinnen. Diese Verbindung zur Natur hat wesentlich zum breiten Interesse am Stream beigetragen und erklärt, warum die Übertragung zu den meistgesehenen Live‑Streams ihrer Art auf YouTube gehört.