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17 US‑Passagiere des hantavirus‑betroffenen Kreuzfahrtschiffs werden in die USA zurückgebracht

Die 17 US‑Reisenden wurden in Teneriffa empfangen und sollen per Sonderflug nach Nebraska gebracht werden, wo CDC‑Teams sie medizinisch befragen und ihr Expositionsrisiko bewerten.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: 17 US‑Passagiere des hantavirus‑betroffenen Kreuzfahrtschiffs werden in die USA zurückgebracht
CDC will die Ankommenden in Nebraska befragen und je nach Einschätzung Optionen für Unterbringung oder sichere Rückkehr anbieten.

Nach Angaben von US‑Behörden werden 17 amerikanische Passagiere des Kreuzfahrtschiffs M/V Hondius nach den Evakuierungen auf Teneriffa in die Vereinigten Staaten zurückgebracht. Das Schiff war wegen eines Ausbruchs von Hantavirus‑Fällen vor der Küste Teneriffas evakuiert worden. Die 17 US‑Reisenden seien bei der Ankunft in Spanien von Teams der US Centers for Disease Control and Prevention empfangen und zu möglichen Kontakt‑ und Expositionswegen befragt worden, teilten die Behörden mit.

Zugleich erklärten die Stellen, keiner der 17 Passagiere habe positiv auf das Virus getestet. Die Reisenden sollen auf einem speziell gecharterten Flug nach Nebraska gebracht werden; dort befinden sich eine nationale Quarantäneeinheit sowie eine Biocontainment‑Einrichtung, die für die weitere medizinische Beurteilung und Überwachung vorgesehen sind. Ziel der Verlegungen ist es, das individuelle Risiko und den Bedarf an Schutzmaßnahmen zu klären.

Nach dem Schritt der Rückführung sagte der amtierende CDC‑Direktor Jay Bhattacharya, die Behörde werde die Ankommenden in Omaha interviewen und ihr persönliches Expositionsrisiko einschätzen. Personen ohne engen Kontakt zu symptomatischen Infizierten würden in der Regel als niedriges Risiko eingestuft; bei engem Kontakt werde ein mittleres oder hohes Risiko angenommen. Je nach Einstufung sollen den Betroffenen Alternativen angeboten werden, darunter ein Verbleib in Nebraska oder eine koordinierte Rückkehr in ihre Heimatstaaten unter Aufsicht der Gesundheitsbehörden mit CDC‑Unterstützung.

Daneben betonte der CDC‑Chef, dass Hantavirus anders zu bewerten sei als die Covid‑19‑Pandemie und dass die Behörde bewährte Hantavirus‑Protokolle anwende, die bereits frühere Ausbrüche eingrenzen konnten. In diesem Zusammenhang hatte die CDC eine Gesundheitswarnung für Kliniker und Gesundheitsbehörden veröffentlicht, die Hinweise zu Symptomen und empfohlenen Maßnahmen bei Verdacht auf Exposition enthält.

Unterdessen wiesen CDC‑Vertreter darauf hin, dass derzeit keine gesunden Personen pauschal unter Quarantäne gestellt würden und Tests nicht empfohlen seien, wenn keine Symptome vorlägen. Die anstehenden Befragungen und die Zuordnung zu Risikokategorien sollen demnach dazu dienen, passgenaue Schutzmaßnahmen festzulegen und eine sichere Weiterbetreuung oder Rückführung der Betroffenen zu ermöglichen.