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Iran bestätigt Tod von Ajatollah Chamenei nach US-israelischen Luftangriffen

Nach der gemeinsamen US-israelischen Offensive gegen Ziele in Iran und iranischen Gegenschlägen weiten beide Seiten die Luftoperationen aus, während UNO und EU auf Deeskalation drängen.

JKCM Desk 2 Min Lesezeit
Titelbild: Iran bestätigt Tod von Ajatollah Chamenei nach US-israelischen Luftangriffen
  • Irans Staatsmedien bestätigten den Tod des 86-jährigen Ajatollah Ali Chamenei nach den grossen Luftangriffen auf Ziele in Iran.
  • Israel meldete weitere Schläge in Teheran und sprach davon, die Kontrolle über den Luftraum über der Hauptstadt auszuweiten.
  • Nach den Angriffen folgten iranische Gegenschläge auf Israel und Ziele in der Golfregion; einzelne Angaben zu Schäden sind nicht verifiziert.
  • UN und EU forderten Deeskalation, der UN-Sicherheitsrat trat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.

Die USA und Israel haben am Samstag, 28. Februar, eine gemeinsame Angriffswelle gegen Ziele in Iran begonnen und damit eine neü Eskalationsstufe im Nahen Osten ausgelöst. In der Nacht auf Sonntag setzte Israel die Luftangriffe fort und meldete neü Schläge im Zentrum von Teheran. Gleichzeitig berichteten mehrere Stellen von iranischen Gegenschlägen auf Israel und Ziele in der Golfregion.

Am Sonntag bestätigten iranische Staatsmedien den Tod des 86-jährigen Ajatollah Ali Chamenei. Israel hatte zuvor erklärt, der oberste Führer sei in dem grossangelegten Angriff getötet worden. Öffentliche Details zu Ort, genaür Abfolge und unmittelbaren Folgen in der iranischen Führung blieben bis zum Vormittag unvollständig, während in Teheran die Sicherheitslage angespannt blieb.

Nach Angaben der israelischen Armee zielte die laufende Operation darauf, den Luftraum über der iranischen Hauptstadt zu dominieren. Ein Militärsprecher sagte, dass weitere Ziele, darunter Produktionsstätten des militärisch-industriellen Komplexes, auf der Liste stehen. Zugleich betonte Israel, der Einsatz von Bodentruppen in Iran werde nicht in Erwägung gezogen.

Aus Washington wurde bekannt, dass Präsident Donald Trump vor Beginn der Angriffe über ein Szenario mit hohen Risiken, aber auch möglichen strategischen Gewinnen gebrieft worden sei. Das Pentagon bezeichnete die Operation als Operation Epic Fury. Nach Darstellung aus dem US-Umfeld waren zuvor diplomatische Bemühungen gescheitert, eine militärische Konfrontation zu verhindern.

Die unmittelbaren Auswirkungen reichen über Iran und Israel hinaus. In den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Katar wurden in der Nacht auf Sonntag Explosionen gemeldet, zugleich gab es in Israel wiederholt Luftalarm. Wie gross die Schäden sind und welche Ziele konkret getroffen wurden, war am Sonntag in Teilen nicht unabhängig zu verifizieren. In mehreren Ländern der Region wurden Sicherheitsvorkehrungen erhöht, auch wegen möglicher weiterer Raketen- und Drohnenangriffe.

International nahmen die Appelle zur Deeskalation zu. Die Vereinten Nationen verurteilten die Angriffe und die Vergeltungsschläge und setzten eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats an. EU-Ratspräsident Antonio Costa und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verwiesen in einer gemeinsamen Erklärung auf die Bedeutung von Nuklearsicherheit, den Schutz von Zivilisten und die Einhaltung des Völkerrechts. Die EU kündigte zudem an, Massnahmen zum Schutz von EU-Bürgern in der Region zu koordinieren.