Aaron Rai gewinnt US PGA Championship – erster Engländer seit 1919
Mit einer 65er‑Finalrunde und einem 20,7‑Meter‑Birdie auf der 17. sichert Aaron Rai die Wanamaker Trophy und beendet eine 107 Jahre andauernde Durststrecke für englische Golfer.
Nach Angaben der Berichterstattung gewann Aaron Rai die US PGA Championship in Aronimink mit einer Schlussrunde von fünf unter Par (65) und krönte damit eine dramatische Finalrunde. Der 31‑Jährige aus Wolverhampton versenkte auf der 17. einen Birdie‑Putt aus 68 Fuß (rund 20,7 Meter), ein Moment, der seinen Triumph maßgeblich entschied.
In der entscheidenden Runde zeigte Rai eine ungewöhnliche Mischung aus Fehlern und großartigen Schlägen. Auf den vorderen neun Löchern unterliefen ihm drei Bogeys, doch ein langer Eagle‑Putt auf der 9. drehte seinen Score. Anschließend brachte ihn ein Birdie auf der 11. erstmals in Führung; weitere Birdies auf der 13. und der 16. erhöhten den Vorsprung, sodass das lange Birdie auf der 17. die Entscheidung zu seinen Gunsten besiegelte.
Zugleich war das Feld in Aronimink außergewöhnlich dicht besetzt: Zu Beginn des Finaltages standen mehr als 20 Spieler innerhalb von vier Schlägen, darunter mehrere Major‑Sieger. Namen wie Rory McIlroy und Jon Rahm gehörten zu den Akteuren, die zeitweise Kontaktschancen hatten, im Verlauf der Schlussrunde aber wieder zurückfielen. Rai nutzte die sich bietenden Gelegenheiten, blieb in den kritischen Momenten stabil und setzte sich so vom Rest des Feldes ab.
Das Ergebnis wird Rai in der internationalen Golfwelt deutlich profilieren. Ein Major‑Titel wie die Wanamaker Trophy zählt zu den wertvollsten Erfolgen im Spiel; die Kombination aus langen Schlägen, mutigen Annäherungen und präzisem Putten brachte ihm in Aronimink den Durchbruch. Für England endet damit eine 107 Jahre währende Wartezeit auf einen PGA‑Champion, zuletzt hatte Jim Barnes 1919 das bedeutende Major gewonnen.