Adam Peaty kehrt zum Wettkampf zurück und bereitet sich auf LA 2028 vor
Der vierfache Olympiasieg bleibt das Ziel: Peaty startet bei den britischen Meisterschaften und sieht die Aufnahme der 50‑m‑Brust als Chance auf weiteres Gold in Los Angeles 2028.
Nach Angaben von Adam Peaty markiert seine Rückkehr ins London Aquatics Centre einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. Der dreifache Olympiasieger über 100 Meter Brust, der in den Jahren 2016 und 2021 Gold gewann und zusätzlich einen Staffel-Titel hält, will bei den britischen Meisterschaften sowohl über 50 als auch 100 Meter antreten; das Turnier gilt für ihn als wichtiger Prüfstein für die nächsten Großereignisse.
Im Mittelpunkt seiner Entscheidung steht die Aufnahme der 50‑Meter‑Bruststrecke ins olympische Programm, die ihm eine zweite Chance auf individuelles Gold bietet. Peaty hatte bereits angekündigt, erneut anzutreten, nachdem die 50‑m‑Disziplin für 2028 bestätigt wurde. Zugleich beschrieb er die kommenden zwei Jahre als besonders anspruchsvoll und betonte, dass es vor allem darum gehe, Wettkampferfahrung zu sammeln, um in Los Angeles die bestmögliche Leistung abrufen zu können.
Nach dem Schritt zurück auf die Bahn zog Peaty eine nüchterne Bilanz seiner jüngsten Form: Er siegte Anfang des Jahres über 50 Meter beim Edinburgh International Swim Meet, belegte über 100 Meter dort jedoch nur den vierten Platz und wurde von einem jüngeren britischen Talent geschlagen. Diese Ergebnisse will er bei den nationalen Meisterschaften nutzen, um Rennerfahrung zu sammeln und sich für Commonwealth Games sowie die Welt- und Europameisterschaften zu empfehlen – und letztlich für die Vorbereitung auf die US‑Stationen im Wettkampfkalender.
Inzwischen schilderte Peaty auch persönliche Faktoren, die seine Rückkehr stützen. Er berichtete von einer stabilisierenden familiären Situation; die Heirat im vergangenen Jahr und die Unterstützung durch Frau und Freunde geben ihm nach eigener Aussage Ruhe und Energie. Er betonte, dass die Balance zwischen privatem Leben und Leistungssport ihm Halt gebe und ihm helfe, die notwendigen Opfer für künftige Erfolge zu bringen.
Daneben sprach Peaty offen über die Erfahrungen bei den Olympischen Spielen in Paris, wo er nach einer Corona‑Infektion in den Tagen vor dem Finale Silber gewann. Er sagte, er habe damals unter den gegebenen Umständen dennoch eine starke Leistung gezeigt, und stellte klar, dass er nicht zulassen wolle, dass frühere Verletzungs- und mentale Probleme seine Vorbereitungen für Los Angeles wieder beeinflussen. Strategische Planung und konsequente Wettkampfpraxis bleiben für ihn die zentralen Bausteine auf dem Weg dorthin.