JKCM News
Startseite
Amerika

AI‑Chiphersteller Cerebras reicht S‑1 ein und peilt Nasdaq‑Börsengang unter CBRS an

Cerebras meldet für 2025 Nettogewinn, stark steigende Umsätze und umfangreiche Verträge mit OpenAI sowie Partnerschaften mit großen Cloud‑Anbietern im S‑1‑Filing.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: AI‑Chiphersteller Cerebras reicht S‑1 ein und peilt Nasdaq‑Börsengang unter CBRS an
  • Cerebras hat eine Anmeldung für einen Nasdaq‑Börsengang unter dem Ticker CBRS eingereicht
  • das S‑1 dokumentiert gestiegene Umsätze, ein 1‑Milliarde‑Dollar‑Darlehen von OpenAI und weitreichende Lieferzusagen.

Nach Angaben des am 17. April vorgelegten S‑1‑Dokuments hat der US‑Chiphersteller Cerebras eine Registrierung für einen Börsengang auf Nasdaq unter dem Symbol CBRS eingereicht. Das Unternehmen hatte einen früheren Versuch zum Börsengang 2025 zurückgezogen und startet nun mit der aktuellen Einreichung einen neuen Anlauf.

Im Mittelpunkt des Filings stehen deutlich verbesserte Kennzahlen: Für 2025 weist Cerebras einen Nettogewinn von 87,9 Millionen US‑Dollar bei einem Umsatz von 510 Millionen US‑Dollar aus. Damit stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um nahezu 76 Prozent; 2024 hatte das Unternehmen noch einen Nettoverlust verzeichnet.

Nach dem Schritt mit OpenAI spielt die Partnerschaft mit dem KI‑Anbieter eine zentrale Rolle in Cerebras' Wachstumsplanung. OpenAI gewährte dem Chiphersteller ein Darlehen über 1 Milliarde US‑Dollar und erhielt im Dezember Warrants zum Kauf von bis zu 33,4 Millionen nicht stimmberechtigten Aktien. Cerebras plant, OpenAI bis 2028 jährlich bis zu 250 Megawatt Rechenleistung bereitzustellen — insgesamt bis zu 750 Megawatt — und bietet darüber hinaus die Option, bis 2030 zusätzliche 1,25 Gigawatt zu erwerben. Das Unternehmen beziffert den Wert dieser erweiterten Beziehung mit OpenAI auf mehr als 20 Milliarden US‑Dollar; die Warrants werden vollständig wirksam, wenn OpenAI insgesamt zwei Gigawatt Leistung bezieht.

Zugleich räumt das Filing OpenAI Rechte ein, Teile des Vertrags zu kündigen, falls Cerebras die vereinbarte Rechenleistung nicht termingerecht oder nicht in der geforderten Qualität liefert. Daneben nennt die Einreichung weitere Geschäftspartner: Im März schloss Cerebras einen Deal mit Amazon, der Cloud‑Services auf Cerebras‑Chips ermöglicht und Amazon das Recht gibt, rund 270 Millionen US‑Dollar in Class‑N‑Aktien zu investieren.

Inzwischen weist Cerebras Wettbewerber wie Amazon, Microsoft, Alphabet, Oracle und CoreWeave als relevante Marktteilnehmer im Bereich KI‑Infrastruktur aus. Das Unternehmen betont zudem verbleibende Leistungs‑ und Umsatzverpflichtungen, die einen erheblichen Teil der künftigen Erträge abbilden sollen, und positioniert seine Cloud‑basierten Chipdienste als Kernangebot für Kunden, die große KI‑Modelle betreiben.