Rob Sand als Hoffnungsträger der Demokraten: Kann er Iowa zurückerobern?
Der staatsweite Demokrat setzt auf regionale Themen, Jagdleidenschaft und patriotische Inszenierungen; Cook stuft das Gouverneursrennen nun als offen ein.
Nach Angaben von Parteikreisen und Wahlbeobachtern rückt Rob Sand in Iowa als möglicher Schlüsselspieler für die Zwischenwahlen ins Blickfeld. Der amtierende Staatsrechnungsprüfer ist derzeit der letzte Demokrat in einem landesweit gewählten Amt und führt seinen Wahlkampf bewusst mit regionalen Themen. Auf Kundgebungen betont er seine Jagdleidenschaft, lässt die Menge America the Beautiful singen und setzt auf eine inszenierte patriotische Haltung, um Aufmerksamkeit über Parteigrenzen hinweg zu gewinnen.
Zugleich haben Beobachter registriert, dass nationale Kräfte beträchtliche Mittel nach Iowa lenken. Republikanische Super-PACs kündigten umfangreiche Ausgaben zur Verteidigung von Sitzen an, ein Hinweis darauf, dass der Bundesstaat inzwischen als hart umkämpft gilt. Die Cook Political Report bewertete das Gouverneursrennen kürzlich von leans Republican auf toss up um, eine Einstufung, die die wachsende Bedeutung von Sands Kandidatur und die zunehmende Konkurrenz zwischen den Parteien unterstreicht.
Daneben nennen Demokraten mehrere strukturelle Faktoren, die ihnen dieses Jahr günstiger erscheinen: sinkende Zustimmungswerte für den früheren Präsidenten Donald Trump, steigende Benzinpreise und historische Trends zugunsten der Partei, die nicht an der Regierung ist. Diese Konstellation weckt Hoffnungen, in Iowa mehrere Sitze im Repräsentantenhaus zurückzugewinnen und in der Nachfolge des scheidenden Senators Joni Ernst stärker mitzumischen.