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Minnesota‑Republicans ernten Kritik für Schweigeminute für Derek Chauvin

Generalstaatsanwalt Keith Ellison nannte die Geste beim Parteitag in Duluth eine ‚tiefgreifende Grausamkeit‘ gegenüber der Familie Floyd und respektlos gegenüber verantwortungsvoll arbeitenden Polizisten.

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Titelbild: Minnesota‑Republicans ernten Kritik für Schweigeminute für Derek Chauvin
  • Eine kurze Schweigeminute für den verurteilten Ex‑Polizisten Derek Chauvin beim Republikaner‑Parteitag in Minnesota löste scharfe Kritik aus
  • der leitende Staatsanwalt des Prozesses sprach von Verletzung der Familie und

Nach Angaben von Generalstaatsanwalt Keith Ellison löste eine Schweigeminute für den verurteilten Ex‑Polizisten Derek Chauvin beim jährlichen Parteitag der Republikaner in Minnesota Empörung aus. Ellison, der das Verfahren gegen Chauvin geleitet hatte, bezeichnete die Geste als tiefgreifende Grausamkeit gegenüber der Familie von George Floyd und als respektlos gegenüber den Polizisten, die ihre Pflicht verantwortungsvoll erfüllten.

Die Schweigeminute fand am zweiten Morgen des zweitägigen Treffens in Duluth statt, nachdem ein Delegierter darum gebeten hatte. Teilnehmende hätten etwa zehn Sekunden geschwiegen, bevor die Tagesordnung fortgesetzt wurde. Chauvin war 2021 wegen Mordes an George Floyd verurteilt worden; der Vorfall hatte 2020 landesweite Proteste gegen Polizeigewalt ausgelöst.

Ellison betonte, die Ehrung des Mannes, der sein Amt und seinen Eid verletzt habe, entwerte die Erinnerung an Floyd und füge seiner Familie erneut Schmerz zu. Er verwies darauf, dass die Jury alle Beweise gewürdigt habe und die Instanzen Chauvin keine neue Verhandlung gewährt hätten. In seiner Stellungnahme entschuldigte sich Ellison bei Floyds Familie und bei denjenigen Polizeibeamten, die täglich verantwortungsvoll arbeiteten.

Zugleich verwies Ellison auf den rechtlichen Verlauf des Falls: Chauvin habe wiederholt Berufungen zurückgewiesen bekommen und sei 2024 in eine niedrigere Sicherheitsstufe verlegt worden. Der Vorfall fand auch politische Resonanz; in konservativen Kreisen war Chauvin zuletzt wiederholt Gegenstand öffentlicher Debatten.

Daneben löste die Entscheidung der Republikaner umgehend Reaktionen im staatlichen Politikbetrieb aus. Der demokratische Abgeordnete Jamie Long nannte die Schweigeminute empörend und wies darauf hin, dass sie einem verurteilten Mörder gewidmet gewesen sei, statt andere Opfer in den Mittelpunkt zu stellen. Die Minnesota Republican Party gab bis Redaktionsschluss keinen Kommentar ab.