JKCM News
Startseite
Technologie

Aktien fallen, weil Ölpreise nahe Jahreshöchst bleiben – Iran‑Spannungen im Fokus

Ölpreise bleiben hoch trotz leichter Verluste im frühen Handel. Anleger beobachten Vorfälle im Persischen Golf und eingeschränkten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Aktien fallen, weil Ölpreise nahe Jahreshöchst bleiben – Iran‑Spannungen im Fokus
  • Brent rund 113 Dollar, WTI etwa 104 Dollar
  • regionale Aktienindizes gaben nach.

Nach Angaben aus dem Handel gaben Ölpreise im frühen Handel zwar nach, blieben jedoch auf einem hohen Niveau. Brent-Öl fiel um 1,38% auf 112,86 US-Dollar je Fass, US-Rohöl (WTI) verlor 2,27% und notierte bei rund 104 US-Dollar je Fass. Die US-Futures zeigten sich leicht fester, während die Märkte volatile Kursbewegungen verarbeiteten.

Zugleich reagierten Aktienmärkte empfindlich auf die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Iran. In Asien zogen die Indizes die Verluste an den US-Börsen nach: Hongkongs Hang Seng büßte 1,1% ein und lag bei 25.805,98 Punkten, Australiens S&P/ASX 200 gab 0,5% auf 8.649,80 Punkte ab, Taiwans Taiex notierte 0,2% niedriger bei 40.626,22 Punkten. Der Handel in Japan, Südkorea und China blieb wegen Feiertagen dünn, was die Bewegungen weiter verstärkte.

Im Mittelpunkt der Beobachtung standen erneute Zwischenfälle im Persischen Golf. Das US-Militär teilte mit, sechs iranische kleine Boote seien versenkt worden, nachdem sie zivile Schiffe ins Visier genommen hätten. Gleichzeitig passierten zwei US-geflaggte Schiffe erfolgreich die Straße von Hormus. Trotz dieser Durchfahrten bleibt der wichtige Verkehrskorridor für Öl und Gas weitgehend geschlossen, was Unsicherheit für die Versorgung schafft.

In Reaktion auf die Lage setzten die Vereinigten Staaten eine Seeblockade gegen iranische Häfen in Kraft. Zudem begann ein US-Programm unter dem Namen Project Freedom, das koordinierte Unterstützung für Schiffe bieten soll, die durch die Straße von Hormus geführt werden. Diese Maßnahmen prägen die Marktstimmung und tragen zur erhöhten Volatilität an den Energiemärkten bei.

Die Ölpreise waren in den Tagen zuvor deutlich angestiegen: Brent überschritt am Montag die Marke von 114 US-Dollar pro Fass und verzeichnete damit ein Tagesplus von fast 6%. Vor Ausbruch der kriegerischen Auseinandersetzungen Ende Februar lag Brent nahe 70 US-Dollar, was die Größenordnung des jüngsten Anstiegs unterstreicht.

Marktteilnehmer zeigten sich angesichts dieser Entwicklungen vorsichtig. Die Kombination aus geopolitischen Risiken, teilweisen Handelsunterbrechungen in einer zentralen Wasserstraße für den Energiefluss und damit verbundener Angebotsunsicherheit erklärt sowohl die anhaltend hohen Ölpreise als auch die spürbare Zurückhaltung an den Aktienmärkten. Anleger bleiben aufmerksam gegenüber weiteren möglichen Eskalationen.