Mindestens zehn Tote bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen in der vergangenen Tagesperiode
Kiew meldet mindestens zehn Tote und zahlreiche Verletzte nach einer Serie von Drohnen- und Raketenangriffen; Mykolaiv von ballistischer Rakete getroffen.
- Ukrainische Luftabwehr registrierte hunderte Angriffsflugkörper
- in mehreren Regionen wurden Schäden und zivile Opfer gemeldet.
Nach Angaben ukrainischer Stellen haben russische Streitkräfte innerhalb von etwa 24 Stunden mindestens zehn Menschen getötet und mehr als 70 verletzt. Die Angriffe erstreckten sich laut Militär und Regionalbehörden über mehr als zehn Städte; dabei kamen nach offiziellen Angaben hunderte Drohnen und Raketen zum Einsatz.
Im Süden des Landes wurde die Stadt Mykolaiv in den frühen Morgenstunden von einer ballistischen Rakete getroffen. Einsatzkräfte vor Ort meldeten fünf Verletzte – drei Männer und zwei Frauen –, die in Krankenhäuser gebracht wurden. Zur Schwere ihrer Verletzungen lagen zunächst keine detaillierten Informationen vor.
Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, in der Nacht seien mindestens 268 Drohnen in den ukrainischen Luftraum eingedrungen; 249 davon seien abgefangen worden. Zugleich berichtete sie, dass mindestens 19 iranische Shahed-Angriffs‑Unmanned Aerial Vehicles sowie eine ballistische Rakete ihre Ziele getroffen hätten. Die Einschläge hätten sich über mehr als 15 verschiedene Orte verteilt.
Die östliche Donbass‑Region war besonders stark betroffen: Regionalgouverneur Vadym Filashkin nannte zwei Tote in Dobropillia und Mykolaivka sowie neun Verletzte bei separaten Angriffen. In Zaporizhzhia meldeten die Behörden zwei Tote und fünf Verletzte, darunter ein Kind. In der Region Cherson seien bei Angriffen auf Wohngebiete drei Menschen ums Leben gekommen.
Nach dem Schritt verstärkter Angriffe kündigte die ukrainische Führung Gegenmaßnahmen gegen russische Öl‑ und Logistikinfrastruktur an. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, in den frühen Stunden seien zwei Schiffe am Zugang zum Hafen von Novorossiysk im Schwarzen Meer getroffen worden; diese Schiffe seien zuvor zum Öltransport genutzt worden, so die Darstellung des Präsidenten. Kiew kündigte an, seine Fähigkeiten für Angriffe zu Wasser, in der Luft und zu Lande weiter auszubauen.
Zugleich zeigen die gemeldeten Vorgänge nach Auffassung ukrainischer Stellen die weiter anhaltende Intensität der Gefechte und den zunehmenden Einsatz von Schwarmtaktiken mit unbemannten Systemen. Konkrete Angaben zu Sachschäden an kritischer Infrastruktur und zu laufenden Rettungsmaßnahmen wurden ergänzt, bleiben aber in vielen Fällen noch unvollständig.