Apple beruft John Ternus zum Chief Executive – Tim Cook wird Executive Chairman
Apple kündigt Führungswechsel an: John Ternus wird am 1. September CEO; Tim Cook bleibt bis zum Sommer für die Übergabe und übernimmt anschließend das Amt des Executive Chairman.
- John Ternus, derzeit Leiter der Hardware‑Entwicklung, folgt Tim Cook als CEO
- Cook will sich künftig verstärkt um Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern kümmern.
Nach Angaben des Unternehmens wird John Ternus am 1. September die Leitung von Apple als Chief Executive übernehmen. Tim Cook, der das Konzernsteuer seit 2011 innehatte, tritt von der CEO‑Rolle zurück und wechselt in das Amt des Executive Chairman. Cook bleibt bis zum Ende des Sommers formell CEO, um die Übergabe mit Ternus zu begleiten.
Im Mittelpunkt von Ternus' Karriere steht eine rund 25 Jahre dauernde Tätigkeit bei Apple, zuletzt als Leiter der Hardware‑Entwicklung. Während dieser Zeit war er maßgeblich an der Entwicklung zahlreicher Produktgenerationen beteiligt, darunter alle Generationen des iPad, viele iPhone‑Generationen sowie an der Markteinführung von AirPods und der Apple Watch. Außerdem trug er die Verantwortung für die Umstellung der Mac‑Rechner auf Apples eigene Prozessoren.
Zugleich würdigte Ternus in internen Äußerungen die Rolle von Cook als Mentor und äußerte Optimismus für die Zukunft des Unternehmens. Cook bezeichnete Ternus als visionären Manager mit technischem Sachverstand und betonte, er sei ohne Zweifel die richtige Person, Apple künftig zu führen. In seiner neuen Funktion will Cook bestimmte Aspekte der Firma weiterhin unterstützen, darunter die Einbindung mit politischen Entscheidungsträgern weltweit.
In Cook's Amtszeit wuchs Apple zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt; 2018 erreichte das Unternehmen erstmals eine Bewertung von einer Billion US‑Dollar, und aktuell wird es mit etwa vier Billionen Dollar bewertet. Gleichzeitig blieb Kritik an der Produktdifferenzierung und an einer phasenweise als gering empfundenen Innovationsdynamik bestehen. Als Beispiel wurde die begrenzte Marktresonanz des AR/VR‑Produkts Apple Vision Pro genannt, und es wurde die Auffassung geäußert, Apple habe bei KI‑Anwendungen verzögert reagiert.