Arbeitsministerin Lori Chavez‑DeRemer tritt zurück nach Vorwürfen von Dienstvergehen
Die Arbeitsministerin verlässt die Regierung, während die Inspector‑General‑Untersuchung mehrere Vorwürfe gegen sie prüft.
- Chavez‑DeRemer wechselt in den Privatsektor
- Ermittlungen betreffen Affärenvorwürfe, Alkoholfunde im Amt und mögliche Nutzung von Regierungsressourcen.
Nach Angaben der Verwaltung hat Arbeitsministerin Lori Chavez‑DeRemer ihren Rücktritt erklärt und werde die Regierung verlassen, um eine Stelle im privaten Sektor anzutreten. Ein Sprecher des Präsidenten verkündete die Personalentscheidung in sozialen Medien und würdigte zugleich ihre Arbeit zum Schutz amerikanischer Beschäftigter und zur Förderung beruflicher Qualifikationen.
Im Mittelpunkt steht inzwischen eine Reihe von Vorwürfen, die eine Untersuchung durch den Inspector General des Arbeitsministeriums ausgelöst haben. Untersucht werden unter anderem Behauptungen, Chavez‑DeRemer habe eine Affäre mit einem Mitglied ihres Sicherheitsteams gehabt, habe Alkohol in ihrem Büro aufgehoben und Regierungsressourcen für private Reisen verwendet. Zudem werden Vorwürfe geprüft, nach denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit persönlichen Bitten belastet worden seien.
Nach dem Schritt des Rücktritts haben sich bereits personelle Konsequenzen im Ministerium gezeigt: Im Verlauf der Untersuchungen seien mehrere Beamte ihre Posten verloren, heißt es. Beobachter und politische Kommentatoren werten den Rückzug als dritten Kabinettsabgang von Frauen in der laufenden Präsidentschaftsperiode, nach dem Weggang der Heimatschutzministerin und der Generalstaatsanwältin.
Gleichzeitig äußerte sich Chavez‑DeRemer in eigenen Beiträgen in sozialen Medien zu ihrer Amtszeit und hob dort erzielte Fortschritte hervor, etwa neue Wege zur Qualifizierung von Arbeitskräften und Maßnahmen zur Senkung von Arzneimittelpreisen. Sie war zuvor als Kongressabgeordnete aus Oregon tätig und war im Senat mehrheitlich bestätigt worden. Ihre Rückkehr in den Privatsektor beendet damit eine kurze, aber umstrittene Zeit im Kabinett.