Avnet schließt Logistikzentrum in Poing und streicht 350 Stellen
Der US-Distributor Avnet will sein Logistikzentrum in Poing bei München zum Jahresende schließen und 350 Stellen abbauen. Das Unternehmen macht anhaltend schwache Nachfrage nach Elektronikkomponenten und trübe Geschäftsaussichten für den Schritt verantwortlich.
- Avnet nennt besonders die Schwäche im Automobilsektor und im produzierenden Gewerbe als Treiber der Entscheidung
- deutsche Industriekunden gehören zu den betroffenen Partnern.
Nach Angaben des börsennotierten Unternehmens wird Avnet sein Logistikzentrum in Poing bei München zum Jahresende schließen. Von der Entscheidung sind 350 Beschäftigte betroffen; das Unternehmen nennt verhaltene Geschäftsaussichten und eine anhaltend niedrigere Nachfrage nach elektronischen Komponenten als Begründung.
Im Mittelpunkt der Erklärung steht die Auslastung der Logistikstandorte, die sich nach Einschätzung der Geschäftsführung in den vergangenen Jahren nicht wie erwartet entwickelt habe. Dadurch sei die wirtschaftliche Fortführung des Standorts in Poing für Avnet nicht mehr darstellbar, erklärte die Leitung der Avnet Logistics GmbH.
Nach dem Schritt wies Avnet zugleich auf strukturelle Schwächen in wichtigen Abnehmerbranchen hin. Insbesondere der Automobilsektor und das produzierende Gewerbe hätten über eine längere Periode eine schwächere Nachfrage gezeigt, wodurch sich die Position des Distributors in Deutschland belastet habe. Eine kurzfristige Erholung der Nachfrage sei nach Unternehmensangaben nicht abzusehen.
Daneben betont Avnet seine Rolle als Zulieferer der deutschen Industrie: Der Konzern mit Hauptsitz in Phoenix zählt zu den weltweit größten Elektronikdistributoren und beliefert Firmen mit Bauteilen wie Chips, Kondensatoren und Bildschirmen sowie kompletten elektronischen Systemen. Neben der Distribution bietet das Unternehmen zudem Konfigurations- und Fertigungsleistungen an.