Bundesagenten unter DHS: ICE und weitere Dienste prägen Trumps Innen‑Durchsetzungswelle
Das Heimatschutzministerium bezeichnete den Einsatz in Minneapolis als beispiellos; ICE wurde personell und finanziell massiv aufgestockt.
- DHS nennt die Minneapolis‑Operation die größte in seiner Geschichte
- ICE‑Personal hat sich mehr als verdoppelt, das Budget wurde deutlich erhöht.
Nach Angaben erklärte das Department of Homeland Security die Entsendung bewaffneter Bundeskräfte nach Minneapolis zur größten Operation in seiner Geschichte. Die Maßnahme fügte sich in eine vom Präsidenten vorangetriebene Eskalation, die verstärkt auf Massenverhaftungen und Abschiebungen aus dem US‑Inland abzielt und besonders in großen, überwiegend demokratisch geführten Städten umgesetzt wird.
Im Mittelpunkt dieser Einsätze steht Immigration and Customs Enforcement (ICE), das als sichtbarster Akteur gilt und zuletzt erheblich ausgebaut wurde. Die Zahl der ICE‑Beamtinnen und ‑Beamten stieg demnach von rund 10.000 auf etwa 22.000 im Jahr 2025, parallel erhöhte der Kongress das dem Dienst zugewiesene Budget nahezu auf 28,7 Milliarden Dollar für 2025–2026 im Rahmen eines umfassenden Haushaltsgesetzes.
Zugleich korrespondiert der personelle Ausbau mit einer allgemeinen Aufstockung für das Department of Homeland Security: Der Kongress genehmigte demnach ein Gesamtvolumen von rund 175 Milliarden Dollar. Mit mehr Personal und Geld gingen eine deutlich sichtbare Intensivierung von Festnahmen in der Öffentlichkeit und vermehrte Abschiebeoperationen an Arbeitsplätzen, in Wohngebieten und an anderen öffentlichen Orten einher, was die Präsenz bundesweiter Einheiten auf den Straßen steigerte.
Daneben lösen die Einsätze erhebliche politische und gesellschaftliche Spannungen aus. Befürworter sehen in der schärferen Durchsetzung von Einwanderungsregeln die Erfüllung von Wahlversprechen; Kritik richtet sich gegen die sozialen Folgen, darunter familiäre Trennungen, weitverbreitete Angst in betroffenen Gemeinden und Berichte über Todesfälle im Zusammenhang mit den Operationen. Diese Polarisierung zeigt sich auch in der öffentlichen Wahrnehmung der eingesetzten Bundesbehörden, die zunehmend als zentraler Bestandteil der Durchsetzungsstrategie gelten.