Trump begnadigt Ex-Republikaner Stephen Buyer nach Verurteilung wegen Insiderhandels
Der Präsident erteilt eine volle, bedingungslose Begnadigung für den früheren Kongressabgeordneten Stephen Buyer, der 2023 wegen Insiderhandels verurteilt worden war.
Die Kernentwicklung: Der US‑Präsident hat Stephen Buyer, einen ehemaligen republikanischen Kongressabgeordneten aus Indiana, eine volle, bedingungslose Begnadigung erteilt. Das Begnadigungsschreiben ist auf Donnerstag datiert und wurde am späten Freitag vom Weißen Haus veröffentlicht.
Buyer war 2023 wegen Insiderhandels verurteilt worden und zu 22 Monaten Haft verurteilt; zudem ordnete das Gericht die Einziehung von mehr als 350.000 US‑Dollar sowie eine Geldstrafe von 10.000 US‑Dollar an. Er wurde 2025 aus der Haft entlassen. Einsprüche vor dem Obersten Gerichtshof wurden im Mai ohne Kommentar oder abweichende Stimmen abgelehnt.
Die Anklagen betrafen demnach illegale Aktiengeschäfte im Zusammenhang mit der 2018 angekündigten 26,5 Milliarden US‑Dollar schweren Fusion von T‑Mobile und Sprint sowie Handelsaktivitäten vor der Übernahme der Beratungsfirma Navigant durch Guidehouse. Zur Zeit der fraglichen Geschäfte war Buyer als Berater und Lobbyist tätig.
Im Begnadigungsschreiben würdigte der Präsident Buyers frühere Dienste als Brigadegeneral der Militärjustiz und bezeichnete seine Zeit im Repräsentantenhaus als distinguished and highly productive. Dem Schreiben lagen mehrere Unterstützungsbekundungen bei: Mehr als 40 ehemalige republikanische Kongressabgeordnete hatten um eine Begnadigung gebeten, zudem unterzeichneten fünf amtierende Republikaner ein eigenes Gesuch.
Unter den amtierenden Abgeordneten, die zuletzt für Buyer eintraten, standen Tom Cole, Ken Calvert, Marlin Stutzman, Jack Bergman und Pete Sessions als Unterzeichner eines Unterstützungsschreibens. In den eingereichten Briefen wurde Buyer als Opfer einer politisch motivierten Verfolgung dargestellt; er selbst hält an seiner Unschuldsbehauptung fest und bezeichnete das Verfahren als politisch motiviert.
Die Verfassungsbefugnis des Präsidenten, Begnadigungen für Bundesvergehen zu gewähren, ist umfassend. Eine Begnadigung tilgt das Vorstrafenregister nicht automatisch, kann jedoch die praktischen Rechtsfolgen einer Verurteilung abmildern. In diesem konkreten Fall hebt die Präsidentengnade die zuvor verhängten strafrechtlichen Sanktionen gegen Buyer auf.