California coffee chain reinstates policy on Pride flags after swift backlash
Philz Coffee kehrt nach öffentlicher Empörung und einer von Baristas gestarteten Petition zur Anerkennung von Pride‑Flaggen zurück; CEO Mahesh Sadarangani entschuldigt sich und bezeichnet die Flagge als Symbol für Schutz und Zugehörigkeit.
Nach Angaben des Unternehmens setzte Philz Coffee eine geplante Richtlinie zur Entfernung von Pride‑Flaggen in seinen Filialen zurück, nachdem die Ankündigung innerhalb weniger Tage heftige Kritik ausgelöst hatte. Konzernchef Mahesh Sadarangani räumte einen Fehler ein und schrieb der Regenbogenflagge Bedeutung zu: Sie stehe für Sicherheit und Zugehörigkeit, und das wolle das Unternehmen nicht wegnehmen.
Zugleich hatte eine online gestartete Petition, die offenbar von mehreren Baristas ins Leben gerufen wurde, binnen kurzer Zeit mehr als 7.300 Unterschriften gesammelt und so erheblichen Druck auf die Unternehmensführung ausgeübt. Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende werteten die Maßnahme als Bruch mit dem bisherigen Bekenntnis der Kette zur LGBTQ+‑Community, zuvor als Unterstützerin dieser Community wahrgenommen.
Im Mittelpunkt der Debatte standen zudem Gespräche zwischen Sadarangani und Vertreterinnen von San Francisco Pride, die der Geschäftsführer als einen Faktor für die Kehrtwende nannte. Die Unternehmensleitung betonte, es gehe in der Auseinandersetzung auch um die Frage, wie queere Gäste und Beschäftigte die Atmosphäre in den Filialen wahrnähmen und ob ihr Sicherheitsgefühl gewährleistet sei.
Daneben meldete sich auch die Politik zu Wort: Ein kalifornischer Staatssenator kritisierte die ursprüngliche Entscheidung und zog in sozialen Medien einen Zusammenhang mit der kürzlichen Übernahme des Unternehmens durch die Private‑Equity‑Gesellschaft Freeman Spogli. Diese Einschätzung trug weiter zur öffentlichen Resonanz bei.
Gleichzeitig rückte die Unternehmensgeschichte die Debatte in ein größeres Licht. Philz war 2003 in San Francisco gegründet worden und betreibt inzwischen mehr als 80 Standorte in Kalifornien sowie eine Filiale in Chicago. Die Rücknahme der Richtlinie beendete vorerst die unmittelbare Kontroverse, die innerhalb weniger Tage erhebliche mediale Aufmerksamkeit sowie starke Reaktionen aus der Belegschaft und der lokalen Politik provoziert hatte.