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Christian Klein präsentiert SAPs Vision der Autonomous Enterprise mit Joule Studio

Auf der Sapphire in Orlando stellte SAP neue KI‑Werkzeuge vor und skizzierte, wie mit Agenten viele Geschäftsprozesse weitgehend automatisiert werden sollen.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Christian Klein präsentiert SAPs Vision der Autonomous Enterprise mit Joule Studio
Mit Joule Studio und einem Agent Lab will SAP es Unternehmen ermöglichen, KI‑Agenten in Minuten zu prototypisieren und wiederkehrende Aufgaben ohne umfassende Entwicklungsprojekte zu automatisieren.

Nach Angaben von SAP‑Chef Christian Klein zeigte der Konzern auf der Kundenkonferenz Sapphire in Orlando seine Vision der Autonomous Enterprise. Kernidee ist demnach, Geschäftsprozesse so zu gestalten, dass KI‑Agenten zahlreiche Routineaufgaben mit minimalem menschlichem Eingriff übernehmen. Damit zielt SAP auf eine tiefgreifende Verknüpfung traditioneller Unternehmenssoftware mit neuen KI‑Funktionen, um Abläufe zu überwachen und automatisch Maßnahmen auszulösen, wenn Risiken erkannt werden.

Im Mittelpunkt der Präsentationen stand die Plattform Joule Studio. Besucher konnten in einem Agent Lab eigene Agenten zusammenstellen: Sie beschrieben ein Problem in natürlicher Sprache, durchliefen einige Schritte in der Benutzeroberfläche und erhielten innerhalb weniger Minuten einen funktionalen Prototyp. Als Demonstration diente unter anderem ein Alarmsystem für Risiken in der Lieferkette, das in kurzer Zeit einsatzfähige Automatisierungen lieferte.

Zugleich betonte SAP, dass die Werkzeuge so konzipiert sind, dass Anwender ohne tiefe KI‑Entwicklungskenntnisse Automatisierungen erstellen können. Kunden äußerten sich in Orlando beeindruckt von der Geschwindigkeit, mit der sich Prototypen erzeugen ließen; ein IT‑Verantwortlicher eines Industriekonzerns beschrieb das Ergebnis als besser als erwartet. Für SAP ist dies ein Schritt, Geschäftskunden die Möglichkeit zu geben, eigene Agenten ohne große Entwicklungsprojekte zu bauen und Routineprozesse zu entlasten.

Inzwischen treibt das Unternehmen den Umbau seines Portfolios voran und richtet intern eine AI Factory ein. Neue Produkte sollen dabei in kurzen Abständen auf den Markt kommen, und Zukäufe gehören ebenfalls zur Strategie, um Kapazitäten für KI‑gestützte Anwendungen zu erweitern. Die vorgestellten Funktionen verbinden Prozesswissen mit generativer KI und Agententechnologie, um betriebliche Abläufe zu überwachen, Risiken zu identifizieren und automatisiert Gegenmaßnahmen anzustoßen.

Gleichzeitig bleibt offen, wie schnell und in welchem Umfang Kunden die neuen Konzepte in großem Maßstab einführen. Die Praxis wird zeigen, ob sich die prototypischen Agenten in bestehende IT‑Landschaften integrieren und ob Unternehmen die internen Prozesse entsprechend anpassen. SAP setzt jedenfalls darauf, den Zugang zu Automatisierungstools zu vereinfachen, damit Anwender rascher als bisher von KI‑Unterstützung profitieren können.