Demokraten fordern Trumps Absetzung nach Drohung, ganze Zivilisation in Iran zu zerstören
Nach einer bedrohlichen Truth‑Social‑Äußerung fordern Dutzende Demokraten sowie einige Republikaner Maßnahmen gegen Präsident Trump bis hin zur Anwendung des 25. Zusatzartikels; ein kurz darauf angekündigter zweiwöchiger Waffenstillstand mildert die Kritik nicht.
Nach Angaben von Kongressabgeordneten entzündete ein Truth‑Social‑Beitrag des Präsidenten eine neue, heftige Debatte über seine Eignung für das Amt. Trump hatte in dem Post gedroht, eine ganze Zivilisation in Iran zu vernichten; diese Formulierung löste umgehend scharfe Verurteilungen aus und führte zu Forderungen, ihn entweder anzuklagen oder über den 25. Verfassungszusatz seines Amtes zu entheben. Die Reaktionen reichten von Bundestagsreden bis zu Aufrufen, dass Untergebene illegale Befehle verweigern müssten.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht die Frage, ob Trumps Rhetorik einen so massiven Vertrauensverlust begründet, dass formelle Schritte erforderlich werden. Mehrere demokratische Abgeordnete hatten bereits zuvor Artikel zur Amtsenthebung eingebracht; John Larson etwa verwies auf eine wiederholte Usurpation der Kongresszuständigkeit für Kriegshandlungen. Nach dem umstrittenen Post forderten zahlreiche Demokraten unmittelbar ein Einschreiten, weil sie in der Drohung den Tatbestand schwerwiegender Amtspflichtverletzungen sehen.
Zugleich riefen prominente Mitglieder des Repräsentantenhauses, darunter Alexandria Ocasio‑Cortez, dazu auf, den 25. Zusatzartikel in Betracht zu ziehen oder innerhalb der Befehlskette illegale Anweisungen zu verweigern. Auch Ilhan Omar und Ro Khanna sprachen sich dafür aus, Abschnitt 4 des Zusatzartikels anzuwenden, sollten Vizepräsident und Kabinettsmitglieder den Präsidenten für dienstunfähig halten. Diese Forderungen unterstreichen die politische Dringlichkeit und die Verunsicherung innerhalb der demokratischen Fraktion.
Daneben reagierten einzelne Republikaner zurückhaltender: Sie kritisierten die Wortwahl des Präsidenten zwar, gingen aber nicht so weit, seine Absetzung zu verlangen. Senate Minority Leader Chuck Schumer begrüßte, dass Trump später von seiner härtesten Formulierung abrückte; viele Demokraten jedoch betonten, dass der kurz darauf angekündigte zweiwöchige Waffenstillstand zwischen den USA und Iran die Forderungen nach Konsequenzen nicht ausräume. Die Debatte bleibt damit akut, weil eine praktische Anwendung des 25. Zusatzartikels ein aktives Mitwirken des Vizepräsidenten und einer Mehrzahl des Kabinetts voraussetzt.