Duterte erneut des Amtes enthoben: Erneute Impeachment‑Affäre erschüttert philippinische Politik
Die vormals enge Allianz zwischen Präsident Ferdinand Marcos Jr. und Vizepräsidentin Sara Duterte ist nach Vorwürfen und einem 2025 gestoppten Verfahren erneut zerbrochen. Duterte wurde am 11. Mai 2026 durch ein neues Impeachment‑Verfahren des Amtes enthoben.
Nach Angaben wurde Vizepräsidentin Sara Duterte am 11. Mai 2026 erneut einem Impeachment‑Verfahren unterzogen, das zu ihrer Amtsenthebung führte. Diese Entscheidung markiert einen neuen Wendepunkt in einer politischen Beziehung, die nach der Wahl 2022 als Bündnis zweier einflussreicher Familien begonnen hatte und zunächst als Stabilitätsfaktor für die Regierung galt.
Im Mittelpunkt der Entwicklung steht der offenkundige Bruch zwischen Duterte und Präsident Ferdinand Marcos Jr., deren Zusammenarbeit seit 2022 weithin als Grundlage politischer Kontinuität angesehen worden war. Die Allianz war zunehmend belastet durch unterschiedliche Auffassungen zu zentralen Politikfeldern; die Spannungen eskalierten, nachdem 2024 Vorwürfe laut wurden, Duterte habe ein Attentat auf Marcos Jr. geplant.
Zugleich hatte ein früheres Impeachment‑Verfahren gegen Duterte im Jahr 2025 bereits erhebliche politische Erschütterungen ausgelöst. Damals hob das oberste Gericht die Amtsenthebung auf; der Schritt wurde mit prozeduralen Mängeln des Verfahrens begründet. Das im Mai 2026 eingeleitete Verfahren ist als Fortsetzung dieser Auseinandersetzung zu verstehen und bringt die Debatte über Machtkonzentration und die Rolle dynastischer Netzwerke in der philippinischen Politik erneut in den Vordergrund.
Inzwischen sind die konkreten rechtlichen und praktischen Folgen der erneuten Amtsenthebung noch nicht näher ausgeführt. Die Wiederaufnahme des Verfahrens verdeutlicht zugleich, wie fragil die ehemalige Koalition geworden ist und welche Auswirkungen interne Spannungen auf die Regierungsführung haben können. Beobachter werten den Fall als Hinweis darauf, dass politische Allianzen auf den Philippinen weiterhin erheblichen internen Belastungen ausgesetzt sind.