Jason Collins, erster offen schwuler NBA‑Spieler, mit 47 an Hirntumor gestorben
Collins verlor nach achtmonatigem Kampf gegen ein aggressives Glioblastom sein Leben. Familie und Liga hoben seinen Einsatz für Inklusion im Sport hervor.
- Der frühere NBA‑Profi wurde 47 Jahre alt
- sein Coming‑out 2013 gilt als Meilenstein für LGBTQ‑Sichtbarkeit im Profisport.
Nach Angaben seiner Familie ist Jason Collins, der erste offen schwule Spieler der National Basketball Association, im Alter von 47 Jahren gestorben. Er hatte in den vergangenen acht Monaten gegen ein aggressives Hirntumorleid gekämpft; diagnostiziert wurde ein Glioblastom im Stadium 4. Die Familie dankte den behandelnden Ärztinnen und Ärzten sowie dem Pflegepersonal und bat zugleich um Respekt für ihre Privatsphäre.
Im Zentrum von Collins’ Vermächtnis steht seine 13 Jahre währende Karriere in der NBA, in der er für sechs Franchises spielte. Er erzielte im Schnitt 3,6 Punkte und 3,7 Rebounds pro Spiel; seine beste Saison hatte er 2004/05, als er für die New Jersey Nets durchschnittlich 6,4 Punkte und 6,1 Rebounds verzeichnete und mit dem Team zweimal die Finalserie erreichte.
Nach dem Schritt, sich im April 2013 in einem persönlichen Beitrag öffentlich als schwul zu outen, blieb Collins im Profisport aktiv. Er sagte damals, er wolle weiter spielen, und bestritt in der folgenden Saison 22 Spiele für die Brooklyn Nets. Sein Coming‑out wurde breit wahrgenommen und löste zahlreiche Unterstützungsbekundungen in der Sportwelt aus.
Daneben betonten Angehörige, dass Jason auf unerwartete Weise Leben verändert und viele Menschen inspiriert habe. Die Familie äußerte Dankbarkeit für die Anteilnahme und die Gebete in den vergangenen Monaten und kündigte an, ihn sehr zu vermissen. Die Liga hob hervor, dass Collins’ Entscheidung, seine Identität öffentlich zu machen, ein bedeutender Impuls für mehr Sichtbarkeit und Akzeptanz von LGBTQ‑Personen im Profisport gewesen sei.