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Elaine Luria kündigt Comeback an und setzt auf wachsende Unzufriedenheit mit Trumps zweiter Präsidentschaft

Die frühere Abgeordnete und Mitglied des Untersuchungsausschusses zum 6. Januar tritt im umkämpften zweiten Kongressbezirk Virginias wieder an und sieht Chancen für Demokraten angesichts wachsender Unzufriedenheit mit Trumps zweiter Amtszeit.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Elaine Luria kündigt Comeback an und setzt auf wachsende Unzufriedenheit mit Trumps zweiter Präsidentschaft
Luria macht niedrige Zustimmungswerte für Präsident Trump sowie dessen Haushalts- und Außenpolitik für die Unzufriedenheit in ihrem Bezirk mitverantwortlich.

Nach Angaben der Guardian‑Reportage hat Elaine Luria, ehemalige Abgeordnete und Mitglied des Untersuchungsausschusses zum Sturm auf das US‑Kapitol am 6. Januar, ihre Kandidatur für das Repräsentantenhaus in Virginias zweitem Wahlbezirk erneut bestätigt. Die Militärveteranin sagte, sie spüre, dass der Wind in unserem Rücken weht, und begründete das mit wachsender Besorgnis in ihrem Bezirk und darüber hinaus über die politische Ausrichtung der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump.

Im Mittelpunkt ihrer Kritik stehen nach Lurias Darstellung umfangreiche Haushaltskürzungen sowie weitere Entscheidungen der neuen Regierung. Sie machte außerdem den Krieg mit Iran und dessen Auswirkungen — etwa steigende Benzinpreise — zu einem Faktor, der Unmut bei Wählerinnen und Wählern schüre und den Demokraten Möglichkeiten eröffne. Luria verwies auf eine kürzlich veröffentlichte NBC‑Umfrage, wonach lediglich 37 Prozent der befragten Erwachsenen Trumps Amtsführung positiv bewerteten.

Zugleich betont Luria, dass ihr Profil durch ihre Arbeit im Januar‑6‑Ausschuss ihr im Wahlkampf eine besondere Stellung verschafft. Sie verlor den Sitz 2022 an die Republikanerin Jennifer Kiggans, gegen die sie erneut antreten will. Luria erklärte, dies gebe ihr eine Plattform, mit der sich Wahlkämpfe gegen die aktuelle Regierungsführung führen ließen; sie sieht darin zugleich ein Beispiel dafür, warum andere demokratische Herausforderer in umkämpften Distrikten Chancen hätten.

Daneben griff Luria ihre Nachfolgerin an und zeichnete ein gegensätzliches Bild ihrer politischen Haltung. Kiggans nannte Luria in dem Gespräch eine Abgeordnete, die sich als treue Verfechterin der Präsidentschaft von Trump erwiesen habe; Luria wiederum bezeichnete Kiggans als Vertreterin der republikanischen Linie seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus. Vor dem Hintergrund der Geschichte des Wahlbezirks — der in der Vergangenheit zwischen den Parteien hin und her wechselte — sieht Luria die aktuelle Stimmungslage als Chance für die Demokraten, Sitze zurückzugewinnen.