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FBI, MI5 und Five‑Eyes‑Partner warnen vor chinesischer Spionage über LinkedIn und Jobplattformen

US‑ und Verbündete‑Nachrichtendienste sehen vermehrte Versuche chinesischer Militärgeheimdienste, über berufliche Netzwerke und Jobportale gezielt Mitarbeiter mit Zugang zu geheimen Informationen anzuwerben.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: FBI, MI5 und Five‑Eyes‑Partner warnen vor chinesischer Spionage über LinkedIn und Jobplattformen
Agenten oder Mittelsmänner geben sich demnach als Berater, Think‑Tank‑Mitarbeiter oder HR‑Personal aus und schalten gezielte Stellenausschreibungen für Politik‑ und Verteidigungsanalysten.

Nach Angaben der US‑Bundespolizei FBI, des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5 und der Inlandsdienste Australiens, Kanadas und Neuseelands haben chinesische Geheimdienste ihre Online‑Rekrutierungsaktivitäten ausgeweitet und nutzen dabei vor allem professionelle Netzwerke wie LinkedIn sowie verschiedene Jobplattformen. Ziel seien Angehörige der Five‑Eyes‑Staaten und sonstige Personen mit Zugang zu klassifizierten oder privilegierten Informationen, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung.

Im Mittelpunkt der Warnung steht eine gezielte, vielfach digital vermittelte Anwerbestrategie: Demnach geben sich Agenten oder deren Vermittler als Beschäftigte privater Beratungen, Think‑Tanks oder Personalabteilungen aus und schalten bewusst auf Fachpublikum zugeschnittene Stellenausschreibungen. Über diese Inserate und direkte Kontaktaufnahmen werde versucht, potenzielle Kandidaten aus den Bereichen Außenpolitik und Verteidigung zu identifizieren, Vertrauen aufzubauen und sie für nachrichtendienstliche Zwecke zu gewinnen.

Gleichzeitig betonen die Dienste, dass die Angriffsvektoren breit gestreut seien und nicht auf einzelne Plattformen begrenzt blieben. Die zugeschriebenen Aktivitäten zielen demnach darauf ab, militärische, politische und wirtschaftliche Erkenntnisse zu erwerben, die China einen taktischen oder strategischen Vorteil gegenüber den Five‑Eyes‑Partnern verschaffen könnten. Die Mitteilung hebt hervor, dass diese Form der digitalen Personalwerbung für chinesische Militärnachrichtendienste zu einem immer wichtigeren Instrument geworden sei.

Daneben riefen die Nachrichtendienste Organisationen und Beschäftigte in sensiblen Bereichen dazu auf, ihre Schutzvorkehrungen zu prüfen und verdächtige Anfragen sowie ungewöhnliche Rekrutierungsangebote kritisch zu bewerten. Konkrete Abwehr‑ oder Sanktionsmaßnahmen gegen die beschriebenen Aktivitäten wurden in der Erklärung nicht im Detail genannt. Zugleich verweist die Warnung darauf, dass nachrichtendienstliche Risiken trotz jüngster diplomatischer Kontakte zwischen den betroffenen Staaten fortbestehen.