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EU sucht Alternative zu US‑Superhacking‑KI nach Erkenntnissen zu Anthropic‑Modell Mythos

Sicherheitsbehörden warnen vor staatlichen Cyberbedrohungen; Kommission empfiehlt Signal für dienstliche Kommunikation

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: EU sucht Alternative zu US‑Superhacking‑KI nach Erkenntnissen zu Anthropic‑Modell Mythos
  • Tests zeigen, dass Anthropic‑Modell Mythos Menschen beim Aufspüren und Ausnutzen von Schwachstellen übertrifft
  • Brüssel signalisiert Engpässe bei der Aufsicht über fortgeschrittene KI‑Modelle.

Nach Angaben von Politik‑ und Sicherheitsexperten hat das neue KI‑Modell Claude Mythos des US‑Anbieters Anthropic in Tests die meisten Menschen beim Auffinden und Exploitieren von Software‑Schwachstellen übertroffen. Die Erkenntnisse haben in Brüssel und mehreren europäischen Hauptstädten Besorgnis ausgelöst und Debatten über die Notwendigkeit einer eigenständigen europäischen Alternative zu solchen «Superhacking»‑Systemen angestoßen.

Inzwischen warnen Innen‑ und Sicherheitsexperten auf einer Konferenz in Glasgow vor einer Zunahme staatlich gesteuerter Cyberangriffe; die Niederlande melden bereits eine Beschleunigung russischer Attacken auf europäische Ziele. Parallel dazu beklagen Regulierungsbehörden in Brüssel Personalengpässe: Die zuständige Einheit für die Aufsicht über die fortgeschrittensten KI‑Modelle verfüge nach Kritikern nicht über ausreichend Mitarbeitende, um die angekündigte Regulierung effektiv umzusetzen.

Daneben hat die Europäische Kommission ihre Empfehlung bekräftigt, seit 2020 den verschlüsselten Messenger Signal für nicht‑amtliche dienstliche Kommunikation zu nutzen. Sicherheitsforscher haben zudem Schwachstellen in einer EU‑Alter‑Verifikations‑App festgestellt, die zentral für den Schutz von Minderjährigen im Netz ist. Diese Befunde bündeln sich zu einer Kernaussage: Infrastruktur und Aufsicht in Europa müssen technisch wie organisatorisch nachgerüstet werden, um mit der schnellen Entwicklung KI‑gestützter Cyberwerkzeuge Schritt zu halten.

Nach dem Schritt von Politikern hin zu konkreteren Forderungen zeigen sich nun unmittelbare Aufgabenfelder: Staaten prüfen Maßnahmen, mit denen sie heimische Startups und Forschungszentren beim Skalieren unterstützen können, während Behörden ihre Kapazitäten für Prüfung, Monitoring und Incident‑Response ausbauen müssten. Konkrete Finanzierungszusagen oder detaillierte Maßnahmen wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt, doch die Debatte über eine europäische Antwort auf die neuen Risiken gewinnt an Dringlichkeit.