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Drohnenangriff trifft Wohnhochhaus in Moskau wenige Tage vor Victory Day

Moskauer Bürgermeister meldet abgefangene Drohne und keine Opfer; obere Stockwerke eines Wohnhochhauses beschädigt, Trümmer auf der Straße dokumentiert.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Drohnenangriff trifft Wohnhochhaus in Moskau wenige Tage vor Victory Day
Fotos zeigen Beschädigungen an der Mosfilm Tower und Trümmer auf der Straße, während Moskau die Sicherheitsvorkehrungen vor dem 9. Mai weiter verschärft hat.

Nach Angaben russischer Telegram‑Kanäle wurde in der Nacht zum Montag mit Drohnen ein Wohnhochhaus in den westlichen Teilen Moskaus angegriffen. Der Bürgermeister der Stadt, Sergey Sobyanin, bestätigte den Vorfall auf einer kremlkontrollierten Plattform und erklärte, die Luftabwehr habe die Drohne abgefangen; es gebe nach seinen Angaben keine Opfer.

Videos, die in sozialen Medien kursieren, zeigen ein Fluggerät in geringer Höhe über Stadtteilen kurz nach Mitternacht. Anwohner berichteten von lauten Detonationen; Fotografien aus dem Umfeld dokumentieren Schäden an den oberen Stockwerken eines Hochhauses, das in mehreren Berichten als Mosfilm Tower identifiziert wird. Auf Aufnahmen von der Straße sind Trümmerteile sowie Einsatzkräfte zu sehen, die vor Ort arbeiten.

Die verfügbaren Angaben verorten den Vorfall etwa sieben Kilometer westlich des Kremls und des Roten Platzes sowie rund drei Kilometer vom Gebäude des Verteidigungsministeriums entfernt. Damit zählt der Angriff zu den bislang tiefsten Vorstößen in die Hauptstadt in jüngerer Zeit und traf vergleichsweise zentrale Lagen.

Zugleich fällt der Angriff in eine Phase erhöhter Sicherheitsbereitschaft in Moskau vor dem Victory Day am 9. Mai. In der Berichterstattung wurde darauf hingewiesen, dass die Vorbereitungen für die Parade in einem Modus liefen, der einer militärischen Abriegelung gleiche, und dass in der Woche Kommunikationsabschaltungen in Teilen der Stadt registriert worden seien. Russische Telegram‑Kanäle meldeten ferner Verlegungen hunderter Luftabwehrsysteme nach Moskau.

In Reaktion auf die gesamt beschriebene Lage hatte die Stadt bereits angekündigt, die für den 9. Mai geplanten Feierlichkeiten zu reduzieren; demnach sollen Militärfahrzeuge und Kadetten nicht im gewohnten Umfang an der Parade teilnehmen. Die Verkleinerung des Programms wurde mit der aktuellen operativen Lage begründet.

Aus den vorliegenden Meldungen geht hervor, dass neben dem Moskauer Bürgermeister keine weiteren offiziellen russischen Stellen detailliert zum Ablauf des Angriffs oder zu möglichen Tätern Stellung genommen haben. Die öffentliche Darstellung stützt sich vor allem auf lokale Telegram‑Kanäle, Äußerungen des Bürgermeisters sowie auf in sozialen Medien verbreitete Bild‑ und Videodokumente.