Mindestens zwei Tote und zahlreiche Verletzte, nachdem SUV in Fußgängerzone von Leipzig raste
Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung zeigte sich tief erschüttert; ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, die Motive sind weiterhin unklar.
- Bürgermeister: Lage in Fußgängerzone unter Kontrolle
- Rettungskräfte berichten von rund zwei Dutzend Verletzten
Nach Angaben des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhard Jung sind bei einem Vorfall in der Innenstadt mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, nachdem ein SUV in eine Menschenmenge gefahren war. Das Geschehen ereignete sich am Montag gegen 16.45 Uhr in einer stark frequentierten Fußgängerzone; Rettungskräfte zählten nach ihren Angaben rund zwei Dutzend Verletzte. Die betroffene Straße war demnach voller Einkäufer und Café‑Besucher an einem warmen Frühlingstag.
Im Mittelpunkt der Sofortmaßnahmen standen die Versorgung der Verletzten und die Absicherung des Tatorts. Rettungskräfte behandelten zahlreiche Menschen vor Ort, genaue Angaben zu Schweregraden lagen unmittelbar nach dem Einsatz nicht vor. Die Polizei nahm nach Jungens Angaben den mutmaßlichen Täter fest und brachte ihn in Gewahrsam; die Einsatzkräfte sicherten derweil die Umgebung und stellten den Bereich für weitere Ermittlungen ruhig.
Nach dem Schritt der Festnahme betonte der Oberbürgermeister, dass bislang nichts über die Motivation des Täters bekannt sei. Es gebe nach seinen Worten keine gesicherten Hinweise auf einen politischen, religiösen oder persönlichen Hintergrund. Die Behörden arbeiteten vor Ort weiter, um Verletzte zu versorgen und den Hergang zu klären, wobei konkrete Informationen zum Profil der festgenommenen Person noch nicht vorlagen.
Zugleich wiesen Stadtverwaltung und Einsatzkräfte darauf hin, dass die Ermittlungen in einem frühen Stadium seien. Die Polizeimaßnahmen umfassten neben der Festnahme auch die systematische Absperrung und Spurensicherung in der Innenstadt. Bürgermeister Jung zeigte sich tief betroffen und stellte die schnelle Hilfe für die Verletzten sowie die Aufklärung des Vorfalls als vorrangige Aufgaben heraus.
Daneben bleibt die Lage in der Innenstadt vorerst angespannt, während Behörden weitere Details prüfen. Bürgerinnen und Bürger wurden angewiesen, weiträumig Abstand zum Ort des Geschehens zu halten, damit Rettungskräfte und Ermittler ungestört arbeiten können. Über mögliche weitere Opfer oder Hintergründe wurden bis dahin keine zusätzlichen Informationen veröffentlicht.