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Trump skeptisch: Neuer iranischer Friedensvorschlag wohl kein Durchbruch

US‑Präsident bleibt zurückhaltend, während Teheran Medienberichten zufolge eine 14‑Punkte‑Offerte über Pakistan übermittelte; Streitpunkte um die Straße von Hormuz und US‑Maßnahmen halten an.

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Titelbild: Trump skeptisch: Neuer iranischer Friedensvorschlag wohl kein Durchbruch
Trump prüft das neue iranische Papier, äußert aber Zweifel, dass es zu einem Abkommen führen wird.

Nach Angaben des Weißen Hauses prüft Präsident Donald Trump ein neues Friedenspapier, das Iran übermittelt haben soll; zugleich äußerte er vorläufige Skepsis, dass der Vorschlag zu einem Abkommen führe. Vor dem Einstieg in Air Force One sagte Trump, man werde ihm den genauen Wortlaut übergeben; später bekräftigte er seine Zurückhaltung in einem Beitrag auf Truth Social.

Im Mittelpunkt der Berichte stehen zwei iranische Medien, Tasnim und Fars, die dem Umfeld der Revolutionsgarden zugerechnet werden und übereinstimmend meldeten, Teheran habe eine 14‑Punkte‑Offerte über Pakistan übermittelt. Iranische Staatsmedien haben diesen Angaben zufolge bislang nicht über das neue Papier berichtet. Pakistan hatte zuvor bereits als Gastgeber für direkte Gespräche zwischen Washington und Teheran fungiert.

Nach dem Schritt, einen früheren Vorschlag zurückzuweisen, setzten sich die Gespräche dennoch fort; ein seit drei Wochen bestehender, fragiler Waffenstillstand scheint den Angaben zufolge vorerst zu halten. Der Präsident schrieb, er könne sich nicht vorstellen, dass der iranische Plan akzeptabel sei, weil Teheran seiner Ansicht nach nicht den erforderlichen Preis für vergangene Verfehlungen gezahlt habe.

Zugleich bleibt die Straße von Hormuz ein zentraler Streitpunkt. Trump kündigte zuletzt eine Wiedereröffnung der Meerenge an, die seit Ausbruch des US‑israelischen Krieges Ende Februar faktisch für Schifffahrt blockiert ist. Iran hatte vorgeschlagen, gegen Gebühren sichere Durchfahrten zu ermöglichen; Washington reagierte verärgert und warnte Reedereien vor möglichen Sanktionen bei Zahlungen an Iran.

Daneben verschärfte die US‑Regierung ihre Warnungen zu Zahlungsmethoden: Nicht nur Bargeld, sondern auch digitale Vermögenswerte, Tauschgeschäfte, Sachleistungen sowie Spenden oder Zahlungen über iranische Vertretungen könnten demnach sanktioniert werden. In den vergangenen Wochen ordnete Trump zudem eine Seeblockade iranischer Häfen an; die US‑Marine teilte mit, sie habe fast 50 Schiffe am Ein‑ und Auslaufen gehindert.

Unterdessen behauptete der Präsident wiederholt, die Blockade verursache Iran Verluste von rund 500 Millionen US‑Dollar täglich. Die Entwicklungen zeigen, dass Verhandlungen und wirtschaftlicher Druck parallel verlaufen und die entscheidenden Streitpunkte, darunter Verantwortung für vergangene Taten und Kontrolle über den Seeweg, weiterhin ungelöst bleiben.