Russische Truppen rücken an Kostiantynivka vor – Ukraine meldet Gegenmaßnahmen
Russland versucht, an die südlichen Vororte von Kostiantynivka vorzudringen; Angaben zu Ortskontrolle und Geländegewinnen bleiben widersprüchlich.
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs rücken russische Einheiten näher an die Stadt Kostiantynivka im Osten der Oblast Donetsk vor und versuchen, Fuß in die dortige, von Kiew als stark verteidigte ‚Festungszone‘ bezeichnete Linie zu fassen. General Oleksandr Syrskyi schrieb auf Telegram, in der Stadt würden ‚Gegen-Sabotage-Maßnahmen‘ unternommen, um die Lage zu stabilisieren und ein weiteres Vordringen zu verhindern. Die ukrainischen Stellen betonen, dass Verteidigungsanlagen und Truppengruppen in und um Kostiantynivka weiter aktiv arbeiten, um den Druck abzuwehren.
Gleichzeitig zeigt eine von Beobachtern veröffentlichte Kartierung, dass russische Kräfte Gelände bis auf etwa einen Kilometer an den südlichen Stadtrand erlangt haben sollen. Diese Darstellung legt nahe, dass Russland bisher vor allem an Vorposten und Randbereichen Raum gewonnen hat, während die eigentliche Stadt weiterhin als Kernpunkt ukrainischer Verteidigung gilt. Die dokumentierten Geländegewinne erscheinen begrenzt und schrittweise, ohne dass daraus ein eindeutiger Durchbruch in die befestigten inneren Linien hervorgeht.
Moskau hatte bereits erklärt, seine Truppen hätten den Ort Novodmytrivka nördlich von Kostiantynivka unter Kontrolle gebracht, doch diese Darstellung wird von ukrainischen Einheiten angezweifelt. Lokale ukrainische Verbände melden, sie hielten die betreffenden Gebiete weiterhin, und beklagen widersprüchliche Angaben über die Lage. Solche Diskrepanzen zwischen russischen Verlautbarungen und ukrainischen Gegenmeldungen prägen damit die Berichte über die Frontveränderungen rund um Kostiantynivka.