Ex‑NYPD‑Sergeant zu drei bis neun Jahren Haft verurteilt, nachdem Wurf eines Kühlbehälters zum Tod eines Mannes führte
Erik Duran wurde wegen fahrlässiger Tötung im Zusammenhang mit dem Tod von Eric Duprey während einer Verfolgung in der Bronx verurteilt und unmittelbar nach dem Urteil in Haft genommen.
- Richter lehnte die Rechtfertigungsverteidigung ab
- die Familie des Opfers nahm die Entschuldigung nicht an.
Nach Angaben der Gerichtsunterlagen ist der ehemalige NYPD‑Sergeant Erik Duran zu einer Freiheitsstrafe von drei bis neun Jahren verurteilt worden. Die Verurteilung folgte auf die Überzeugung, dass Duran 2023 einen Kühlbehälter auf einen fliehenden Mann geworfen hatte, woraufhin dieser die Kontrolle über seinen motorisierten Scooter verlor und gegen einen Baum prallte; der 30‑jährige Eric Duprey erlag kurz darauf seinen Verletzungen.
Im Mittelpunkt des Prozesses standen Videoaufnahmen und Zeugenaussagen, die den Ablauf der Verfolgung in der Bronx am 23. August 2023 dokumentieren. Demnach floh Duprey nach einem mutmaßlichen Kauf an einen verdeckten Ermittler und fuhr mit dem Scooter auf dem Bürgersteig auf eine Gruppe von Menschen zu. Die Anklage trug vor, Duran habe einen anwesenden Kühlbehälter aufgehoben und ihn gezielt auf den Scooter geworfen, wodurch der Fahrer ins Schleudern geriet.
Nach dem Schritt der Urteilsverkündung wurde Duran umgehend in Gewahrsam genommen. Sein Verteidiger kündigte an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen und die Freilassung gegen Kaution zu beantragen. Im Gerichtssaal entschuldigte sich Duran in spanischer Sprache bei der Familie des Getöteten; die Entschuldigung wurde von den Angehörigen nicht akzeptiert. Dupreys Mutter brach während der Anhörung in Tränen aus und bezeichnete den Verlust ihres Sohnes als unermesslich.
Zugleich wies der Richter die Verteidigungsbehauptung zurück, Duran habe in Notwehr gehandelt, und argumentierte, der ehemalige Sergeant habe den Kühlbehälter geworfen, weil er verärgert gewesen sei, dass Duprey entkommen wollte. Das Gericht setzte das Strafmaß deutlich unter die mögliche Höchststrafe, entsprach dabei aber dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verurteilung stellt nach Auffassung der Berichterstattung einen seltenen Fall dar, in dem ein ehemaliger NYPD‑Beamter wegen eines während des Dienstes eingetretenen Todes zur Haft verurteilt wird.
Daneben meldete sich die Sergeants Benevolent Association, die Gewerkschaft der Sergeants, scharf kritisierend zu Wort und verwies auf eine Onlinepetition, in der Tausende Kollegen sich für Duran einsetzten. Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich einige Dutzend Demonstranten und Unterstützer des Opfers, die laut Augenzeugen Gerechtigkeit forderten. Im Gerichtssaal waren zahlreiche uniformierte Kollegen anwesend, während die Angehörigen des Getöteten ihre Ablehnung der Entschuldigung bekundeten.