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Geringer direkter Iran‑Handel, dennoch spürbare Energie‑Risiken für Europa

EU‑Importe aus Iran sind minimal, doch Störungen in der Straße von Hormus treiben Öl‑ und Gaspreise und belasten europäische Volkswirtschaften

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Titelbild: Geringer direkter Iran‑Handel, dennoch spürbare Energie‑Risiken für Europa
Wirtschaftliche Verwundbarkeit Europas resultiert aus globaler Abhängigkeit von Öl‑ und Gasmärkten, nicht aus direktem Handel mit Iran.

Direkter Warenverkehr zwischen der EU und Iran ist gering: Importe aus Iran machen nach Eurostat‑Daten nur rund 0,03% der EU‑Importe aus. Dennoch bedrohen Störungen im Golfraum Europas Energieversorgung über globale Handelswege.

Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und etwa ein Fünftel des Flüssigerdgases passieren die Straße von Hormus. Forschungen des ifo‑Instituts schätzen, dass etwa 6,2% der EU‑Rohölimporte und 8,7% der LNG‑Importe diesen Seeweg nutzen.

Steigende Energiepreise haben bereits zu einer internationalen Freigabe strategischer Reserven geführt; G7 einigten sich auf die Verteilung von 400 Millionen Barrel. Ökonomische Folgen für Europa können höhere Inflation, geringeres Wachstum und steigende Kosten für Verbraucher und energieintensive Branchen sein.

Einzelne EU‑Mitglieder kündigten Maßnahmen an: Deutschland stellte fest, Sanktionen gegen Russland nicht aufweichen zu wollen, Spanien bezeichnete die Lage als weiterhin volatil, und Frankreich will Tankstelleninspektionen durchführen, um überhöhte Preisaufschläge zu verhindern.