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Gewerkschaften: Umbau des US Forest Service bedroht Personal, Forschung und öffentliche Wälder

Gewerkschaft kritisiert Schließung regionaler Büros, Zusammenlegung von Forschungseinrichtungen und Verlegung der Zentrale als rechtswidrig; Beschäftigte müssten umziehen oder kündigen.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Gewerkschaften: Umbau des US Forest Service bedroht Personal, Forschung und öffentliche Wälder
Schließung aller Regionalbüros und Verlagerung der Zentrale nach Salt Lake City lösen Proteste bei Beschäftigten und Gewerkschaftern aus.

Nach Angaben von Gewerkschaftsvertretern gefährdet die jüngste Umstrukturierung des US Forest Service die Verwaltung von Hunderten Millionen Acres öffentlicher Wälder in den Vereinigten Staaten. Die geplante Schließung aller regionalen Büros, die zusammen rund 78 Millionen Hektar (193 Millionen Acres) betreuen, würde Mitarbeiter laut National Federation of Federal Employees (NFFE) vor die Wahl stellen, entweder ihren Wohnort zu verlegen oder die Behörde zu verlassen.

Im Mittelpunkt der Reform stehen die Verlegung der Agenturzentrale von Washington D.C. nach Salt Lake City sowie die Zusammenlegung von 57 Forschungseinrichtungen an einen einzigen Standort in Colorado. Zugleich sollen die bisherigen Regionalstrukturen abgeschafft und durch 15 politisch besetzte ‚Staatsdirektoren‘ ersetzt werden. Gewerkschaftsvertreter bemängeln, die Pläne seien den Beschäftigten kurzfristig und mit nur minimaler Vorwarnung mitgeteilt worden.

Nach Auffassung der NFFE machen Haushaltsbestimmungen für das Fiskaljahr 2026 die Maßnahmen zusätzlich problematisch: Ein Passus untersage Ausgaben, die eine Umschichtung von Büros oder Mitarbeitern bezweckten, sowie die Umbenennung oder Reorganisation bestimmter Programme. Die Gewerkschaft wertet dies als Rechtsgrund, die geplanten Schließungen und Verlagerungen zu blockieren. Das US Forest Service und das Landwirtschaftsministerium (USDA) haben sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

Unterdessen weist die NFFE auf bereits erfolgte Personalausfälle hin. In der zurückliegenden Zeit seien umfangreiche Versuche, probationäre Mitarbeiter zu entlassen, gerichtlich gestoppt worden; dennoch hätten viele Beschäftigte die Behörde freiwillig oder über Abfindungsprogramme verlassen. Gewerkschafter sehen in der jetzigen Restrukturierung die Fortsetzung eines Trends, der zu einem Verlust an Erfahrungswissen und institutioneller Kapazität führe.